Alle Beiträge von Friedemann Wachsmuth

KAHL Filme nun doch nicht für jedermann?

KAHL Filme <strike>nun</strike> doch nicht für jedermann?

kahl_ut_18

Leser Sven machte uns aufmerksam: FFR-Film bietet seit einer Weile nun auch Filmmaterial der Fa. KAHL aus Brühl an — den UT18 Chrome, dessen 50 ASA Emulsion vermutlich auf AGFA RSXII 50 Material basiert für günstige 29,-€ inklusive Entwicklung und Rückversand durch die Fa. Kahl.
Das leicht körnige, etwas gradationsflache aber sehr ansprechende Material ist auch in (kleinen) DS8 Spulen zuhaben.

Interessant ist dies vor allem für private Endkunden, da die Fa. Kahl seit einer Weile nicht mehr „direkt an Privat“ verkauft. Belichtete Filme sollte man dann nach der Entwicklung u.U. an einen Strohmann schicken lassen, denn die Firma KAHL hat eine „schwarze Liste“ mit Kunden, die grundsätzlich nicht mehr bedient werden. In der Regel reicht schon eine einzige negative Äusserung, um auf dieser Liste zu landen…

UPDATE: Das Angebot scheint über Nacht verschwunden zu sein. Schade.

Und es geht doch: S8 inkl. Entwicklung für €29,90

Und es geht doch: S8 inkl. Entwicklung für €29,90

skitched-20130718-003241

FFR-Film macht es endlich wieder möglich: Die 15m Kassette Super 8 Film kostet hier nun inklusive Entwicklung und Rückversand nur €29,90.
Damit ist nun auch wieder Filmen unterhalb der „30€-Grenze“ möglich – zwar in Schwarzweiss, aber mit einem hervorragenden Material! Zudem ist Filmen in SW eine tolle Sache — wer es noch nicht probiert hat, sollte es tun. Probleme mit Farbtemperaturen und Mischlicht bleiben aussen vor, und das Ergebnis garantiert fantastischen Retrolook.

Raindance Berlin’s FILMMAKERS‘ FEIERABEND

Raindance Berlin’s FILMMAKERS‘ FEIERABEND

969186_603183103047444_1171598538_n

Am Donnerstag, dem 11. Juli werden Filmemacher und Filmliebhaber im Urban Spree wieder zusammengebracht: Es ist Zeit für den Filmmakers‘ Feierabend!

Zu sehen wird es eine Auswahl an Kurzfilmen Berliner Filmemacher geben, die von diesen auch gleich vorgestellt werden. Treffen kann man dort in gemütlicher Atmosphäre Drehbuchautoren, Produzenten, Schauspieler, Regisseure, Kameraleute und Filmliebhaber aller Art. Eine perfekte Gelegenheit, andere Filmfanatiker kennenzulernen.

Agenda:

20:00 || *FREE* JAMESON’S welcome drink
20:30 || Filmmakers‘ Selected Shorts
21:30 || Networking!

Eintritt €5,-.

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

detail_paillard_bolex_boolsky.pdf (1 Seite)

Bei Edition de la Thièle ist ein neues Buch über die Geschichte von Bolex erscheinen:

Paillard Bolex, Boolsky
von Roland Cosanday und Thomas Perret
Achtung: In französischer Sprache.
Erhältlich beim Verlag für 50 bzw. 57,- SFR.

Das reich bebilderte Buch setzt sich mit allen Bolex-Kameras und Projektoren für 8-16mm auseinander, beleuchtet Produktionsmethoden und die „Schweizer Karriere“ des Jacques Boolsky. Es beinhaltet auch eine DVD mit vier Filmen von Boolsky sowie vier historischen Werbefilmen von Bolex-Paillard.

Agfa Moviechrome 40 entwickeln

Agfa Moviechrome 40 entwickeln

In meinem Kellerregal lagert noch eine ansehnliche Zahl abgelaufener AGFA Moviechrome 40 Super 8 Filme, vor allem jener Version in weisser Schachtel mit blauem Streifen. Da diese Filme Ende der 80er als 3er „Economy Pack“ für zusammen ca. DM 30,- verschleudert wurden, sind sie noch relativ häufig anzutreffen. In meinen Vorräten befinden sich mehr als ein Dutzend dieser Filme aus der gleichen Charge, abgelaufen 10/91, Einhaltung der Lagerbedingungen vollständig unbekannt.

Weiterlesen

Abwickelhilfe für den Lomo-Tank

Abwickelhilfe für den Lomo-Tank

Abwickelhilfe1

Wohl jeder Selbstverarbeiter kennt das – einer der hakeligsten Schritte bei der Entwicklung mit dem Lomo-Tank ist das abwickeln des noch nassen Filmes auf die Trockenvorrichtung der Wahl. Die nasse Emulsion flutscht nicht sonderlich willig aus ihrer Spur und gerade die Inneren Lagen bewirken beim Abwickeln doch eine beachtliche Beschleunigung der schweren Spindel.
Bisher hielt ich diese beim Abwickeln in der „hohlen Hand“, in der Tat kein ideales Lager, da aber der Winkel der Spindel zur Trockentrommel möglichst konstant gehalten werden muss um keine Emulsion an den Spulenrändern abzuscheren, irgendwie doch auch die einzig praktikable.

Das hat nun ein Ende: Ich habe mir eine kleine Abwickelhilfe erdacht, die man mit wenig Geschick in einer halben Stunde nachbauen kann.

Benötigt wird:

  • ein (gern altes, gebrauchtes, ausgeschlachtetes) Kugellager – einzige Anforderung ist, dass es noch einigermaßen leicht dreht und der Innendurchmesser größer ist als der des Spindeldorns des Lomo-Tanks (an welchem man während der Entwicklung für Drehung sorgt)
  • Ein paar cm Schrumpfschlauch, der etwa auf den Durchmesser des Spindeldorns gebracht wird
  • Epoxydharz und Powerknete
  • Ein geeignetes „Handstück“, bei mir die alte Verpackung eines Forstner-Bohrers

Zunächst schiebt man den Schrumpfschlauch auf den Spindeldorn und schrumpft ihn mit dem Heissluftföhn so, dass er eine schlüssige Aufnahme für den Spindeldorn wird. Anschliessend befestigt man diese Aufnahme mit Powerknete zentrisch im Kugellager. Nach deren Aushärtung sollte man noch mit Epoxydharz verfüllen, um die Scherkräfte besser aufzunehmen. Dabei darf natürlich keine Kleber ins Kugellager gelangen!

Im zweiten Schritt befestigt man das Kugellager auf dem hohlen Handstück (Auch hier wieder: Zwei-Komponenten-Kleber ist sehr gut geeignet).
Fertig!

Nach der letzten Wässerung lässt sich die gesamte, beladene Lomo-Spirale jetzt einfach kopfüber auf das Handstück stecken und der Film sich ohne Kraftaufwand und wechselnde Zugbelastungen abwickeln.

Abwickelhilfe2

Wirkt Wunder – zur Nachahmung empfohlen!

Kodak 1958: Wie Film gemacht wird

Kodak 1958: Wie Film gemacht wird

Ein ursprünglich von Frank Bruinsma digitalisierter Klassiker, den bestimmt schon viele Leser gesehen haben – aber vielleicht ja nicht alle bzw. schon lange nicht mehr?
In jedem Fall auch wiederholt sehenswert ist diese holländische 18-Minuten-Doku, die den Entstehungsprozess der chemischen Filmmaterialien wunderbar detailliert und schematisch erklärt und zeigt, dank englischer Untertitel auch recht gut verständlich.

Beim Betrachten der fünf Stockwerke hohen, 22m tiefen Maschine wird einem auch klar, warum Skalenökonomie bei der Filmherstellung so wichtig ist und zunehmend nicht mehr stattfinden kann…

こんにちは, Retro Enterprises!

こんにちは, Retro Enterprises!

Tak Kohyamas Schmalfilmzauberladen Retro Enterprises Co., Ltd. aus Tokyo wurde kürzlich im japanischen Staatsfernsehen NHL portraitiert.

Auch wenn kaum ein Leser die Tonspur verstehen wird: Interessant sind die Einblicke in den Betrieb, insbesondere die Konfektionierung der SIngle-8 Kassetten hat es mir angetan:

Mit 228,-€ für 60m Fuji Astia 100F, Velvia 50 oder Fujis großartigen T64 (jeweils 5 Kassetten) inklusive zollfreiem Versand, Entwicklung und Rückversand ist Single-8 plötzlich gar nicht mehr so viel teurer als entsprechende Super-8 Kassetten-Angebote.
Also: Ein guter Zeitpunkt, um mal wieder die ZC-1000 o.ä. rauszuholen!

EDIT: Der R25 ist wohl längst ausverkauft, die Filmaufnahmen sind schon etwas her.

Groß: Filmguss im kleinen Stil

Groß: Filmguss im kleinen Stil

Mirko Böddeckers ADOX Fotowerk in Bad Saarow beherbergen so einiges an Hardware-Überraschungen. Besonders reizvoll am angebotenen Tauchbegussmaschine für Probebahnen für sogenanntes Dip & Dunk Coating. Mit diesem Verfahren wurden bis in die 50er Jahre viele berühmte Flme hergestellt, und das Prinzip eignet sich auch heute noch zumindest für klassische Emulsionen im Einschichtverfahren.

Besonders sehenswert und ermutigend ist aber das kleine Video, das einen ersten Probelauf der Maschine zeigt.

Selbst wenn Kodak, Fuji, Mortsel und Foma eines Tages nicht mehr liefern sollten — ADOX wird bestimmt dafür sorgen, dass man weiterhin analog Filmen kann!

testbeguss_tauch_web

Kodak stoppt die Produktion von Acetat-Filmträgern zu Ende Juni

Kodak stoppt die Produktion von Acetat-Filmträgern zu Ende Juni

So richtig überraschend ist es nicht, dass der angeschlagene Kodak-Konzern nun auch noch die Produktion von Tri-Acetat-Filmträgern einstellt. Ende dieses Monats werden etwa 60 Mitarbeiter aus diesem Produktionsbereich entlassen.
Grund ist – nicht überraschend – der geringe und weiter schrumpfende Bedarf. Die Herstellung dieses Filmträgers ist enorm aufwendig und funktioniert ökonomisch nur bei großem Durchsatz, der nun nicht mehr gegeben ist.

Kodaks Bestände sind aber nach eigenen Aussagen erheblich und würden bestimmt noch zehn Jahre reichen. Später wolle man diesen essenziellen Baustein des Analogfilms dann bei Dritten zukaufen, wie es heute auch schon andere Filmhersteller tun.

Einen interessanten Fernseh-Bericht gibt es auf der Rochester Homepage, hier kommt auch der ehemalige Kodak-Mitarbeiter Robert Shanebrook zu Wort, dessen Büchlein „Making Kodak Film“ voller Fotos und Erklärungen zu den Produktionsprozessen ist und jedem Analogfilmfreund ans Herz gelegt sei.

Update

Kodak versichert in einer eigenen Pressemeldung, dass die „signifikanten Vorräte für viele Jahre“ halten würden. Auch recht vorsichtig ist die Formulierung, man „sei zuversichtlich, den Kundenbedarf für die nahe Zukunft weiterhin decken zu können“. Natürlich kann ein derart angeschlagener Konzern nicht ernsthaft weitergehende Versprechungen machen.

Weiter geht’s – vorerst!


1 2 3 4 5 6 7 8 9 10