Alle Beiträge von Klaus Schreier

Belichtungskorrektur bei der Fujica AX100

Belichtungskorrektur bei der Fujica AX100

Die Belichtungsautomatik der Fujica AX100 (Single-8) liefert in allen Standard-Situationen korrekt belichtete Ergebnisse.
Für spezielle Situationen wie Gegenlicht oder Aufnahmen im Schnee bietet
sie aber leider keinerlei Möglichkeit der Blendenkorrektur.
Da die Belichtungsmessung mittels separater Meßzelle und nicht durch das Objektiv (TTL) erfolgt, kann mit Hilfe eines Provisoriums aus zugeschnittenen Filterfolien einfache, aber wirkungsvolle Abhilfe geschaffen werden.

Es muss dabei kein Graufilter verwendet werden.
Wichtig ist lediglich, daß der Filter einen klar definierten Faktor für den Blenden-Wert besitzt.
Ich habe auf entsprechende Blitzlicht-Filterfolien zurückgegriffen.

AX100 (2)

Für Aufnahmen im Schnee habe ich eine Folie mit dem Faktor 1,5 verwendet.
Das Ergebnis sind perfekt belichtete Einstellungen mit blitzweiß funkelnden Schneeflächen.

Kino in der Tenne

Kino in der Tenne
Das Atelier der beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick
Das Atelier der beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick

Die beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick luden am vergangenen Wochenende zu Ihrem mittlerweile traditionellen „Offenen Atelier“.
Am Samstagabend, nach Einbruch der Dunkelheit, zeigte ich im tennenartigen Dachraum des Ateliers Schmalfilme auf Super-8 und 16mm.
Den Anfang machte -auf nachdrücklichen Wunsch der anwesenden Kinder- ein „Piccolo“-Super8-Kopie von Paulchen-Panther-Trickfilmen.

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sOund-Film 2015 (Re-Animator)

sOund-Film 2015 (Re-Animator)

Weltweit können seit mehr als 20 Jahren Super-8-Liveton-Filmkameras aufgrund der Produktionseinstellung der Sound-Kassette nicht mehr für Tonfilm-Aufnahmen genutzt werden und verstauben seither ungenutzt in Opas eichernen Wohnzimmerschränken.
Weltweit? Nein. Ein paar unerschütterliche Analogfilmer halten ihre Tonfilmkameras einsatzbereit, um sie im richtigen Moment wieder zu aktivieren.
So wie ich es nun vorhabe mit einem Bauer-Boliden aus der letzten Fertigungscharge und einigen Revuechrome-Soundfilmen, abgelaufen 1993…..

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Farb-Umkehrentwicklung mit original Orwo-Chemie

Farb-Umkehrentwicklung mit original Orwo-Chemie


Für die Entwicklung von Farbumkehrfilmen steht aktuell nur Chemie für den E6-Prozeß zur Verfügung. Dieser Prozeß ist für die alten Emulsionen der Orwochrome-Farbumkehrfilme nicht der ursprünglich gedachte, dennoch lassen sich mit entsprechenden Modifikationen bei Temperatur und Entwicklungszeiten (die „24°/20 Minuten_Methode“) gute Ergebnisse erzielen.

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Super-8 beim Popkultur-Festival Regensburg

Super-8 beim Popkultur-Festival Regensburg

Das Team der Regensburger Kurzfilmwoche präsentierte beim
Popkultur-Festival am vergangenen Wochenende in zwei Programmen eine Auswahl von Kurzfilmen aus dem Regionalfenster der letzten 15 Festivaljahre.
Beutel_von_aussen
Ich hatte das Vergnügen an beiden Abenden mit einem Super-8-Film den Anfang zu machen.
Da mir die „echte“ Filmprojektion meiner Filme mit Filmprojektor sehr wichtig ist, führte ich selbst mit eigenem Projektor vor.
Die Programme wurden im Kinoraum des AKF – Arbeitskreis Film – gezeigt – ein kleines aber feines Studiokino, untergebracht unter dem massiven historischen Gebälk des „Leeren Beutel“, eines ehemaligen denkmalgeschützten mittelalterlichen Getreidespeichers.
Bis vor wenigen Jahren wurde hier mit zwei 35mm-Projektoren von Meopta sowie einem Bauer-16mm-Projektor analog projeziert.
Mittlerweile hat aber auch hier die Digitalisierung Einzug gehalten. Dem monströsen digitalen Abspielgerät haben ein 35mm- und der 16mm-Projektor weichen müssen. Für meinen S8-Projektor war im räumlich sehr beengten Vorführraum kein Platz.
Der Projektor wurde daher im Kino aufgebaut und machte dadurch das für die meisten Zuschauer unbekannte Medium Schmalfilm aus der Nähe erlebbar.

Langsam füllt sich der Zuschauerraum im "Leeren Beutel"

Langsam füllt sich der Zuschauerraum im „Leeren Beutel“

Der erste Programmabend am Freitag wurde eröffnet schwarzweiß und stumm, untermalt nur vom Rattern des Projektors.

Am Samstagabend – das kleine Kino war mit über 70 Personen voll besetzt – wurde meine Hommage an die Horror- und Science Fiction-Filme der 50er und 60er Jahre vorgeführt.

Nach der Vorführung der Filme hatte ich jeweils kurz Gelegenheit dem Publikum etwas über die beiden Filme und Schmalfilm im Allgemeinen zu erzählen, bevor das Programm mit digital gedrehten Kurzfilmen fortgesetzt wurde.

Ich möchte mich auf diese Weise bei Stefan Brendel, langjähriger Filmvorführer des AKF, bedanken, der mich an beiden Abenden souverän beim Auf- und Abbau des Projektors unterstützt hat.

Mit der Bolex im Narrenturm

Mit der Bolex im Narrenturm

Das Wettbewerbsprogramm der 15. Schmalfilmtage in Dresden.
DSCF3485 - Kopie

Zum Abschluss der 15. Schmalfilmtage stand am vergangenen Samstagabend der Wettbewerb auf dem Programm.
Von 132 eingereichten Arbeiten wurden nach einer internen Vorauswahl durch das Festival-Team 13 Filme im Wettbewerbsprogramm gezeigt.
Einziger gemeinsamer Nenner dieser Filme war, daß alle im Original auf Schmalfilm, also auf 8mm (Super8) oder 16mm breitem Filmmaterial gedreht wurden. Die weitere Bearbeitung der Filme fand zum überwiegenden Teil nach Abtastung des Filmmaterials in digitaler Form statt.
So wurden lediglich zwei 16mm-Filme und ein Film im Super8-Format traditionell mit Filmprojektor vorgeführt. Alle anderen Filme wurden als digitale Datei über Beamer gezeigt.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkkonstruktion der Motorenhalle. Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum EInsatz.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkonstruktion der Motorenhalle.
Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum Einsatz.

Hintergrund, Entstehung und Anspruch der gezeigten Filme hätte nicht unterschiedlicher sein können.
Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Katrin Küchler -Festivalleitung Filmfest Dresden, Naren Wilks -Künstler und Filmemacher aus England (unmittelbar vor dem Wettbewerbsprogramm mit einer eigenen Werkschau vertreten) und Hannes Schönemann -Regisseur/Filmemacher aus der ehemaligen DDR, hatte so die schwierige Aufgabe Filme miteinander zu vergleichen, die letztlich nicht vergleichbar sind:
Von einer Profi-Produktion der HFF München über Musikvideos, Experimentalfilme, Found-Footage-Mash-Ups bis hin zu den Amateur-Schmalfilmen von David Pfluger und Dagie Brundert reichte das Spektrum der gezeigten Filme.

„The HandEye (Bone Ghosts)“ von Anja Dornieden und Juan David Gonzales Monroy (was für ein Name für einen Filmemacher!) wurde von der Jury zum Gewinner des Wettbewerbs gekürt.
Eine bewusst mutige Entscheidung für einen Film, der konsequent analoge Filmtechnik und vor allem experimentelle Selbst-Entwicklungstechniken verwendet, um damit sein sperriges Thema zu gestalten.
Mit bei der späteren Filmentwicklung verfremdeten Aufnahmen von beklemmend-morbiden Artefakten aus drei Wiener Museen, darunter die pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm wird im wahrsten Sinne des Wortes der Geist einer spiritistischen Sitzung des Dichters Robert Musil mit Sigmund Freud Anfang des 20. Jahrhunderts beschworen.
Jegliche Foto- und Filmaufnahmen sind im Narrenturm verboten. Die Aufnahmen mit einer Bolex H16 wurden dort heimlich gemacht.
Dies wurde von den beiden persönlich anwesenden Filmemachern auf sehr angenehm zurückhaltende und bescheidene Weise anschaulich geschildert.
Auch die von ihnen bei der Selbstentwicklung des S/W-Filmmaterials eingesetzten Solarisations- und Negativ/Positiv-Techniken wurden von ihnen kurz angerissen.
Die Entwicklung des Filmmaterials wurde von den beiden Filmemachern im LaborBerlin ausgeführt, einem Filmkollektiv mit eigener Laborausstattung, dem sie seit 2010 angehören.
Der Preisträger-Film wurde selbstverständlich als 16mm-Filmprojektion mit Filmprojektor vorgeführt.

DSCF3466 - Kopie

Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“

Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“

Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Vergangenes Wochenende luden die beiden Regensburger Künstler Alexandra Ries und Sepp Schick wieder ein zum alljährlichen „Offenen Atelier“ in ihren Räumlichkeiten eines idyllisch gelegenen Hinterhauses am Rande der Altstadt.

Am Samstagabend bot sich mir dabei die Gelegenheit, kurze Filme über die Ausstellungen aus den vorangegangenen Jahren zu zeigen.

Im tennenartigen Dachraum des Ateliers wurden die Filme für ein Publikum von 15-20 Personen auf eine etwa 2,20 Meter breite Leinwand projiziert.
Mein Elmo GS1200 mit aufgerüsteter 250 Watt Lichtleistung war dafür die ideale Projektoren-Bestückung.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künster.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künstler.

 

Dieses Handy-Foto während der Projektion  kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Dieses Handy-Foto während der Projektion kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Zusätzlich wurde im Erdgeschoß ab Einbruch der Dunkelheit eine Endlosschleife vorgeführt. Der Projektor warf Aufnahmen einer mittlerweile von der Künstlerin selbst zerstörten Objektinstallation auf ein weiße Malerleinwand, die zwischen den ausgestellten Gemälden angeordnet war.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

 

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden - Schnappschuss der Endlosschleife.

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden – Schnappschuss der Endlosschleife.


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