Braun/Nizo Haus-Postillen (1/3)

Die Firma Braun Nizo brachte mindestens ab 1969 eine Hauspostille heraus, die unter wechselnden Namen in der Regel dreimal jährlich erschien und kostenlos an registrierte Nizo Filmer versendet wurde. Später lagen diese Heftchen wohl auch bei Fotohändlern aus, wo sie dann mit „Schutzgebühr 2,- DM“ noch etwas aufgewertet wurden.

Redakteur war Dieter Müller, der auch etliche Bücher über die Nizo herausgab.

Die Heftchen sind eine bunte Mischung aus Einsteigerwissen, Filmideen, Tricks, Kniffen, Leserbriefen und natürlich Verkaufsförderung.

Hier gibt es die Hefte von 1969-1971 nun jahrgangsweise als voll durchsuchbare PDF Dateien zum herunterladen.

Filmkorn wünscht bestes Lesevergnügen!

Die Einfach-8-Kameras vor Super-8 und Single-8

Die Einfach-8-Kameras vor Super-8 und Single-8

Es waren nicht weniger als elf Produkte. Nachdem das Doppel-8-Film-System Fuß gefaßt hatte, gab es immer wieder Anläufe, die Sache zu vereinfachen. Doppel-8-Film in Kassette und Ladern konnte aber nie richtig einschlagen. 1935, dreißig Jahre vor Super-8 und Single-8, kam eine erste Initiative von der Bell & Howell Company mit dem Filmo Straight Eight.  

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Patent verpennt: Die schwingende Andruckplatte

Patent verpennt: Die schwingende Andruckplatte

Oft gerügt und prinzipbedingt eine der größten Schwachstellen der Super 8 Kassette ist die fehlende Andruckplatte, die bei allen anderen Filmformaten Teil der Kamera ist und verlässlich dafür sorgt, dass die Emulsionsseite des Films stabil und definiert am Filmfester anliegt.

Zwar birgt auch die Super 8 Kassette ein Druckstück für den Film, dieses erfüllt aber mitnichten die Funktion einer Andruckplatte. Vielmehr formt es zusammen mit dem kameraseitigen Filmfenster nur einen Filmkanal, in dem der Super 8 Film sich nahezu friktionslos bewegen kann. Wer das nicht glaubt oder es nicht versteht, kann hier sehen, wie das Druckstück einer Kodak-Kassette mit dem ausgebauten Filmfenster einer Canon Super8 Camera zusammenspielt:

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Kurzer Prozess: Uralte Ablauffilme gefügig machen

Kurzer Prozess: Uralte Ablauffilme gefügig machen

Auf der Filmbörse in Deidesheim erstand ich dieses Jahr 20 Rollen Kodak DS8-Film für einen mittleren, zweistelligen Betrag. Mehr hätte ich auch nicht bezahlt, denn es war völlig unklar, um was für Material es sich handelte. Die Kodak-typische Verpackung war spärlich beschriftet: „Eastman Ektachrome commercial Film SO-425“ war alles, was der Karton neben der kryptischen DS8-Kennzeichnung „16/8S 2R 1-4“ hergab. Weiterlesen

„Canon Filmschule“: Bremen Hbf, 1979, auf Super 8

„Canon Filmschule“: Bremen Hbf, 1979, auf Super 8

Eine sehr schöne Perle: 1979 reiste Canon noch mit einem eigens dafür eingerichteten Eisenbahnwaggon durch Deutschland, um interessierten Filmern Grundlagen und erweiterte Techniken zu vermitteln, die natürlich mit den gebotenen Canon-Produkten ganz besonders einfach waren…
Beachtlich auch, dass Kodak die Filme über Nacht entwickelt hat. Damals liefen in Stutgart wohl noch einige K-14 Maschinen… Weiterlesen

Ganz viel Super 8: This ain’t California

Ganz viel Super 8: This ain’t California

411230_410181689013528_570740422_oEin fiktionaler Dokumentarfilm mit ganz ganz viel Schmalfilm: Berichtet wird über die Skater-Szene (Rollbrett-Gemeinschaft?) in der DDR.

Marten Persiel schildert die Geschichte dreier Jugendlicher um Denis „Panik“ Paraceck, die in der DDR bereits mit jungen Jahren das Rollbrett-Fahren für sich entdecken, immer weiter professionalisieren und schließlich ein Teil der internationalen Szene werden, bis sie sich nach dem Mauerfall 1989 aus den Augen verlieren.

Details über den Film sollte man unbedingt erst recherchieren, nach dem man ihn gesehen hat. Jeder Spoiler macht ihn ein Stück kaputt, und ihn einfach nur zu sehen macht viel Freude.

Inklusive Auftritt russischer DS8-Kameras!

Jetzt in der ARD Mediathek ansehen!

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Dieser kurze Clip aus den 80ern zeigt einen Blick nach Mortsel, von wo das neue Aviphot Chrome 200D Material kommt. Ab Minute 01:30 gibt es schöne Innenaufnahmen auf beachtliche Bestände an Widerolls. Wieviel da heute wohl noch auf Lager ist?
Immerhin äusserte sich Agfa auf Rückfrage, dieses Material auch heute noch bei Bedarf herstellen zu können. Mal sehen, wie schnell wir es verbrauchen…

„Film­betrachter – ein Fall für die Gewer­beaufsicht“

„Film­betrachter – ein Fall für die Gewer­beaufsicht“

2013-08-02 at 00.32

Die Verbraucherzeitschrift test veröffentlichte in Ihrer Reihe Der historische Test heute ist ein Schmankerl vom Mai 1973, das Filmfreunde aufmerken lässt: Es geht um Filmbetrachter. Katastrophale Filmbetrachter, wenn man den Testern glaubt:

Positive Ergeb­nisse in tech­nischer Prüfung und Hand­habung können nicht darüber hinweg­täuschen: Alle 21 untersuchten Film­betrachter haben mehr oder minder schwere Mängel in der elektrischen Sicherheit und verstoßen damit eindeutig gegen das Maschinen­schutz­gesetz. Die test-Qualitäts­urteile mussten entsprechend schlecht ausfallen: Fünf­mal »vom Kauf abzu­raten«, zehnmal »nicht zufrieden­stellend«, einmal »weniger zufrieden­stellend« und nur fünf­mal »zufrieden­stellend«. Wir meinen: Dieser weit­gehend von Importen beherrschte Markt sollte schleunigst von den zuständigen Gewer­beaufsichts­ämtern durch­leuchtet werden. Es ist unzu­mutbar, dass dem Schmalfilm­amateur als Gegen­wert für 80 oder sogar 200 Mark in der Mehr­zahl so eklatant unsichere Geräte angeboten werden.

Den gesamten Test gibt es zur Zeit kostenlos hier herunterzuladen.


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