Suchánek – der Mann, der eigentlich Meopta war

Suchánek – der Mann, der eigentlich Meopta war

Den klangvollen Herstellernamen Meopta kennt man nicht nur im Heimatland der einstmaligen Tschechoslowakei. Dieser Produzent von Fotoapparaten, Laborgeräten, Ferngläsern, Dia- und Kinoprojektoren sowie Filmkameras ist im gesamten früheren Ostblock äußerst beliebt gewesen. Aber daß der Ursprung der Filmgeräte aus der südmährischen Stadt Brünn (Brno) eigentlich die kleine Werkstatt von Jindrich Suchánek ist, die im Februar 1948 verstaatlicht und dem Kombinat Meopta einverleibt wird, das weiß heute kaum einer mehr.

Nach einer 16mm-Kamera bringt Suchanek am 20. Juli 1932 die „Admira 8“, ausgestattet mit einem „Steinheil Cassar 1:2,8/25mm“ in Fixfocus-Fassung. Immerhin acht bis 64 Bilder pro Sekunde schnell ist die Kamera, die den etwas später aufkommenden Bell & Howells verdächtig gleicht. Neben dem Metallgehäuse mit schwarzem Schrumpflack versehen gibt es auch ein Modell mit braunem Glattleder-Überzug. Kurz darauf erscheint auch eine 9,5mm-Version der Kamera.

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Wettbewerb der Schmalfilmtage Dresden – ein subjektiver Sehbericht

Wettbewerb der Schmalfilmtage Dresden – ein subjektiver Sehbericht

Den Höhepunkt der 18. Schmalfilmtage in Dresden vom 19. – 21.01.2017 bildete auch dieses Jahr am Samstagabend der Internationale Wettbewerb für Kurzfilme, die auf 8 oder 16 mm breitem Filmmaterial gedreht wurden.

In den beiden Retrospektiven vor dem Wettbewerb liefen ausschliesslich 16mm-Filmkopien. Hier konnte man den Charme der klassischen Filmprojektion mit atmosphärischem Filmkorn und knisternd-sonorem Ton von der Lichttonspur genießen.

Im Wettbewerb dagegen wurden die Beiträge abwechselnd mit Filmprojektor und Beamer vorgeführt.
Von den 13 Filmen im Wettbewerb liefen sieben Stück als digitale Projektion.
Fast ausnahmslos erfolgte bei diesen Filmen Schnitt, Betitelung, Vertonung und die sonstige Post-Produktion im digitalen Work-Flow.
Drei Filme wurden als Super8-Original mit Magnet-Tonspur vorgeführt, ebenfalls drei Filme liefen in 16mm.

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16mm-Filmprojektion beim Zwickauer Literaturfrühling

16mm-Filmprojektion beim Zwickauer Literaturfrühling

Ein schöner Abend war das gestern beim Zwickauer Literaturfrühling. Neun meiner kurzen Gedichtfilme standen auf dem Programm, einige frühe wurden zunächst digital gezeigt. Dann baute ich den Hokushin-16mm-Projektor auf und sofort ging begeistertes Raunen durchs Publikum. Ein älterer Herr sagte: „Dass ich das mal wieder erleben darf: eine echte Filmprojektion“. Noch bevor also der erste Film gelaufen war, hatte schon die Technik die Herzen der Zuschauer erobert. Beim Hokushin ist ja die Besonderheit, dass man mit einem Knopfdruck den Film einlegen kann. Ein kleines Spektakel. Ich bat also eine Frau aus dem Publikum, den Knopf zu drücken und die Menge war begeistert. Dann wurden die Filme projiziert, dank Vorsatzlinse und 6m Abstand von der Wand glücklicherweise immer noch ausreichend groß dargestellt. Am Ende sagte mir ein Herr aus dem Publikum: „Wenn Sie die Filme im Netz zeigen, müssen Sie unbedingt das Rattern des Projektors hinein digitalisieren. Es ist einfach zu schön!“.

Belichtungskorrektur bei der Fujica AX100

Belichtungskorrektur bei der Fujica AX100

Die Belichtungsautomatik der Fujica AX100 (Single-8) liefert in allen Standard-Situationen korrekt belichtete Ergebnisse.
Für spezielle Situationen wie Gegenlicht oder Aufnahmen im Schnee bietet
sie aber leider keinerlei Möglichkeit der Blendenkorrektur.
Da die Belichtungsmessung mittels separater Meßzelle und nicht durch das Objektiv (TTL) erfolgt, kann mit Hilfe eines Provisoriums aus zugeschnittenen Filterfolien einfache, aber wirkungsvolle Abhilfe geschaffen werden.

Es muss dabei kein Graufilter verwendet werden.
Wichtig ist lediglich, daß der Filter einen klar definierten Faktor für den Blenden-Wert besitzt.
Ich habe auf entsprechende Blitzlicht-Filterfolien zurückgegriffen.

AX100 (2)

Für Aufnahmen im Schnee habe ich eine Folie mit dem Faktor 1,5 verwendet.
Das Ergebnis sind perfekt belichtete Einstellungen mit blitzweiß funkelnden Schneeflächen.

LaborBerlin 2.0 – Rettet die Rings-Maschinen!

LaborBerlin 2.0 – Rettet die Rings-Maschinen!

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Die traurige Nachricht ging schon vor einiger Zeit um: Helmu Rings Firma „Film 16“ musste Ende Oktober letzten Jahres nach über 50 Jahren das Gewerbe abmelden und damit weitgehend die Pforten schliessen. Nun plant LaborBerlin, das rührige Kollektiv aus Filmemacher_innen, Künstler_innen und Enthusiasten, die von Herrn Rings entwickelten und bestens gewarteten Entwicklungs- und Kopiermaschinen zu kaufen, um sie in Benutzung zu halten.

Geplant ist es, das benötigte Kapital dafür über Crowfunding einzusammeln.

Jeder Euro hilft dabei!

Und tolle Belohnungen bekommt man als Unterstützer ausserdem.

Also nicht zögern und gleich spenden, um diese einmalige Chance Wirklichkeit werden zu lassen. Wäre das nicht phantastisch, wenn die hervorragenden Rings-Maschinen zukünftig jedem interessierten Filmemacher, Künstler und Kreativen zugänglich werden?

Also los!

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Kunst kommt von Kaffee

Kunst kommt von Kaffee


Im verschlafenen Frankenberg/Sa. erregten am ersten Septemberwochenende fünf mit Super-8-Kameras ausgerüstete Leute viel Aufsehen. Obwohl das populäre Schmalfilmformat in diesem Jahr immerhin sein 50jähriges Jubiläum feiert, sieht man es heutzutage nur noch eher selten. Anlass genug, um mit meinem Kunst- und Kulturverein den Workshop Film‘ dein Frankenberg zu organisieren. 2014 hatte ich selbst an einem Bio-Entwicklungsworkshop von Super-8-Queen Dagie Brundert teilgenommen und war davon begeistert. Seither entwickle ich alle meine Filme und Fotos selbst und gebe mein Wissen gerne weiter.

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Yum Yum Soups: Zu Gast bei Dagie

Yum Yum Soups: Zu Gast bei Dagie

Ob Seetang, Magnolien, Rotwein, Flieder, Bier, Erdbeer oder Holunderblüten: Die Experimentalikone und Kreativkraftkünstlerin Dagie Brundert aus Berlin entwickelt Film in nahezu allem, was flüssig ist und begeistert auf Ihren Super 8 Workshops Nachwuchsfilmer von der Magie der unorthodoxen Bio-Entwickler.

Das beste aber: Dagie hat Ihre Rezepte jetzt in einem wunderbaren Blog gesammelt. Dagie sucht Phenole überall und teilt, was Sie schon gefunden hat, sie hat sogar jedes Rezept mit dem passenden Film verlinkt. Wo gibt’s das sonst, Rezepte, die man gleich beim Lesen schon Schmecken kann?

Echo über das Filmfestival Weiterstadt

Echo über das Filmfestival Weiterstadt
Foto: Alexandra Welsch
Foto: Alexandra Welsch

Die südhessische Zeitung „Echo“ berichtet ansprechend über das diesjährige Filmfest in Weiterstadt, und das gleich doppelt. Wurde im ersten Artikel noch von Aufbau und Organisation des ehrenamtlich getragenen Kult-Festivals geschrieben, geht es im zweiten Artikel um die Inhalte, insbesondere um Charme, Tücken und Wahrnehmung  der Super 8 Beiträge.

Wer wissen will, was gezeigt wurde und wer dieses Jahr den Weiterstädter Filmhirschen gewonnen hat, sollte sich den Artikel nicht entgehen lassen.


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