Dagies Caffenol-Workshop in Hamburg

Dagies Caffenol-Workshop in Hamburg

Dagie Brundert hat im Rahmen des Hamburger Kurzfilmfestivals wieder mal einen tollen Caffenol-Super8-Entwicklungsworkshop gegeben. Am Sonntag war ich eine weile dabei und habe mit der H16, dem neuen Century Optics 3.5mm / 1.8 und äußerst dagiekonform abgelaufenem VNF 7239 draufgehalten.
Leider kann ich 16mm nur mässig gut von der Leinwand abfilmen — wer das Korn in echt sehen will, muss mich besuchen kommen. 🙂

[responsive_vimeo http://vimeo.com/98171833]

Es war ein toller Tag. Danke, Dagie!

Petition zur Wiederaufnahme der Produktion von Farbumkehrfilm

Petition zur Wiederaufnahme der Produktion von Farbumkehrfilm

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Kodak hat mit Aufgabe des Ektachrome 100D das letzten Farbumkehrfilm-Material aus dem Programm genommen, ein Ersatz ist nicht geplant.

Keiner weiss ob es helfen wird, aber das „unterzeichnen“ kostet nichts und so hat man wenigstens ein bisschen was getan. Bitte hier klicken und unterstützen:

Eastman Kodak Company: resume your production of reversal film

Hat nicht weh getan, oder?

Dann am besten den Link gleich weitergeben, per Facebook, Email oder sonstwie. Und das geht nicht nur aktive Filmer an, sondern auch all die, die sich am Betrachten unserer Farbumkehrfilme erfreuen!

Noch ein neuer Super 8 Film: Adox CHS Typ II

Noch ein neuer Super 8 Film: Adox CHS Typ II

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Schon eine Weile rumorte die Gerüchteküche, jetzt ist er da:
Der von Adox hergestellte CHS Typ II in der Super 8 Kassette! Zum absoluten Kampfpreis von €19,90 pro Kassette (Mengenrabatte gibt es auch, z.B. bei Wittner) stellen Mirko Boeddecker und Team erneut einen neuen Film für quasi alle Super 8 Kameras vor.

Der frisch und professionell selbstgegossene CHS 100 Typ II hat eine klassiche Sensibilisierung mit Lücke bei grün für Wolken die sich vom Himmel trennen und für ausdrucksstrake Portraits. Der Typ II hat eine NC Rückseitenbeschichtung, AHU für feinste Detailwiedergabe und ist auf 100 micron klares PET gegossen. PET wird nicht spröde und ist archivsicherer als Triacetat. Es hat den Vorteil, dass der Film in der Projektion oder Kamera nicht reisst. Zum Schneiden und Kleben dieses Films benötigt man ggf. eine Trockenklebepresse (Würker, Agfa, cIR Catozzo etc), die man für wenige Euro bei Ebay finden kann. Frische Klebefolien verkauft u.a. die Firma Wittner Cinetek.

Der Film kommt in der genialen Leichtlaufkassette von Gottfried Klose und macht Schluss mit den Kassettenklemmern, denn der Polyesterträger ist besonders geschmeidig und leichtlaufend. In Mirkos Worten: „Wir perforieren den CHS 100 II im Schrittverfahren auf einer Völlig neu überholten Maschine deutscher Fertigung. Dabei werden jeweils 4 Löcher mit Passerstiften auf 2/100mm genau positioniert und dann werden 4 weitere Löcher gestanzt. Dadurch erzielen wir einen Bildstand der Maßstäbe setzt für den Super8 Bereich. Zusätzlich hat unsere Kasette eine feste Andruckplatte, so dass jedes Bild gestochen scharf ist. 15 Meter Film für ca. 3 Minuten 20 Sekunden Filmvergnügen.“

Also los, einkaufen und Adox unterstützen! Wer weiss, wie lange sich dieser Traumpreis halten lässt. Für die Entwicklung sei Andec Filmtechnik in Berlin empfohlen; für etwa €15,- erhält man dort perfekte Umkehrentwicklungen und kann sofort losprojezieren.

Analoger Film triumphal zurück bei den Kurzfilmtagen Oberhausen

Analoger Film triumphal zurück bei den Kurzfilmtagen Oberhausen

16mm-Filminstallation von Sandra Gibson und Luis Recorder

Die Frankfurter Rundschau berichtet begeistert von den diesjährigen Kurzfilmtagen Oberhausen – dem legendären Filmfestival, auf dem man 1962 den Bruch mit „Papas Kino“ wagte. In einer „mitunter sensationellen Themenreihe“, wie Filmkritik Daniel Kothenschulte schreibt, feierten klassische Kinoprojektoren und Schmalfilm ihre Rückkehr:

Vier „leere“ 16mm-Projektoren etwa sind das Instrumentarium der jungen US-Künstler Sandra Gibson und Luis Recorder. Aus den vier Lichtfeldern in lebendigem – und überraschend vielfarbigen – Weiß generieren sie in ihrer Performance „On/Off“ allein durch geschickte Betätigung des Startknopfs frei nach Josef Albers eine Huldigung an das Rechteck: Dessen Proportionen im Verhältnis 1,33:1 sind inzwischen ja auch schon „obsolet“ geworden. Freilich nicht in Oberhausen: Selten hat man auf einem Festival so viel „echten“ Zelluloidfilm im Wettbewerb gesehen, sogar das schon in den Sechzigern ausgemusterte Normal-8-Format war vertreten – wenn auch, der besseren Spielbarkeit halber, umkopiert in Super-8.

Hier der vollständige Artikel.

Französische Doku über Super 8-Amateur-Horrorfilme

Französische Doku über Super 8-Amateur-Horrorfilme
Super 8 Madness

Filmstill aus „Super 8 Madness“ – 80er Jahre Amateursplatter aus Frankreich!

Der französische Filmemacher Fabrice Blin hat einen abendfüllenden Dokumentarfilm über Selbstmacher-Horrorfilme aus den 80er Jahren gedreht. Heute abend hat er, unter dem Titel Super 8 Madness, Premiere.

Super 8 Madness spürt französische Amateurfilmer auf, die vor drei Jahrzehnten besessen ihre eigenen Horror-, Splatter-, Fantasyfilme auf Super 8 drehten, mit selbstgebauten Masken und Requisiten, selbstgekochtem Kunstblut und analogen Spezialeffekten. Gummimonster kamen zum Einsatz und sogar die eigene Großmutter als Regieassistentin für Splatterfilme.

Super 8 Madness - Filmplakat

Super 8 Madness – Filmplakat

Ein Vorschauvideo auf den Film gibt es hier.

Wir hoffen, Super 8 Madness bald auch außerhalb Frankreichs (und mit Untertiteln) sehen zu können!

Rückblick: Filmbörse Deidesheim 2014

Rückblick: Filmbörse Deidesheim 2014

Am Samstag, 5. April, ging die Filmbörse Deidesheim in die zweite Runde. In der Stadthalle der Pfälzer Weinstadt machten sich Besucher aus verschiedenen Winkeln Deutschlands und Europas wieder sechs Stunden lang auf die Suche nach Raritäten und Schnäppchen aus den Bereichen der Kino- und Filmtechnik, fachsimpelten und knüpften neue Kontakte.

Deidesheim 2014Das Highlight der „Cinematographica“ war ohne Zweifel die „Logmar“, eine von den beiden Dänen Tommy und Lasse erfundene, neue Super 8 Kamera – die erste seit Jahrzehnten (!). Nach mehreren Jahren Planungs- und Entwicklungsarbeit und beachtlichem finanziellem Aufwand stellten sie heute die erste Version der Kamera persönlich vor, beantworteten geduldig die Fragen der zahlreichen Interessierten.

Filmbörse Deidesheim 2014Im Vorführraum der Stadthalle gab es erstmals projizierte Testfilme zu sehen, die Friedemann Wachsmuth mit der Logmar gedreht hatte. Das Ergebnis waren gestochen scharfe Filmbilder mit perfektem Bildstand. Vor allem die Aufnahmen auf Kodak Ektachrome 100D Material konnten überzeugen.
Die Logmar hat viele Features, die man von heutigen Digitalkameras kennt: 16:9-Format (ähnlich wie bei „Max-8“), ein schwenkbarer Monitor für das elektronisch ausgespiegelte Filmbild, Mikrofoneingang mit Phantomspeisung, Tonaufzeichnung auf SD-Karte, USB-Anschluss, und sogar Wifi-Fähigkeit, die eine Fernsteuerung der Kamera per App ermöglicht.
Die mechanischen Besonderheiten der Logmar sind neben der Zahntrommel, über die der Film mit Schlaufen aus der Super 8 Kassette herausgeführt wird, eine echte Andruckplatte und ein Sperrgreifer, der für diesen tollen Bildstand sorgt und damit das Super-8-Format qualitativ mächtig aufwertet.

Filmbörse Deidesheim 2014Die neue dänische Super 8 Kamera macht es außerdem möglich, die Filmgeschwindigkeit auf bis zu drei Nachkommastellen präzise festzulegen, sehr flexible Zeitrafferaufnahmen mit fließenden Übergängen („Ramping“) zu programmieren, und wiegt dabei nur 1,5 Kilogramm ohne Akku und wechselbare C-Mount-Optik. Tonfilme sind für Super-8-Verhältnisse unkompliziert wie nie, schreibt die Logmar doch Informationen zu jedem Auslösevorgang in Form von Zeitstempel, Filmdauer und -frequenz in einer Excel-Datei mit. Diese kann man zusammen mit den WAV-Dateien auf einen PC überspielen und als Tonbericht nutzen.
Tommy und Lasse, die übrigens Vater und Sohn sind, haben die Logmar sehr modular konzipiert, so soll später beispielsweise ein zweiter Kameradeckel kommen, der 60-Meter-Tageslichtspulen für Super 8 Meterware aufnimmt – das ermöglicht 10 Minuten Filmen am Stück, ohne auf immer seltener werdende Super 8 Kassetten setzen zu müssen.

Filmbörse Deidesheim 2014Weiterhin auf der Filmbörse vertreten waren unter anderem das Magazin Cine 8-16, die von KAHL Film eigens für diesen Tag konfektioniertes Schmalfilmmaterial anboten, zahlreiche Anbieter von 16mm und 35mm Filmkopien und sogar ein Vor-Ort-Reparaturservice für Schmalfilmgeräte.

Die nächste Filmbörse wird voraussichtlich am Samstag, 21.03.2015 sein, an der selben Stelle, zur gleichen Uhrzeit, und mit hoffentlich wieder derselben guten Stimmung mit vielen interessanten Fachgesprächen und Schmalfilmliebhabern, die ihr Hobby aktiv pflegen.

Interessante Links:

Fotos: Niklas Rühl

Mit der Bolex im Narrenturm

Mit der Bolex im Narrenturm

Das Wettbewerbsprogramm der 15. Schmalfilmtage in Dresden.
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Zum Abschluss der 15. Schmalfilmtage stand am vergangenen Samstagabend der Wettbewerb auf dem Programm.
Von 132 eingereichten Arbeiten wurden nach einer internen Vorauswahl durch das Festival-Team 13 Filme im Wettbewerbsprogramm gezeigt.
Einziger gemeinsamer Nenner dieser Filme war, daß alle im Original auf Schmalfilm, also auf 8mm (Super8) oder 16mm breitem Filmmaterial gedreht wurden. Die weitere Bearbeitung der Filme fand zum überwiegenden Teil nach Abtastung des Filmmaterials in digitaler Form statt.
So wurden lediglich zwei 16mm-Filme und ein Film im Super8-Format traditionell mit Filmprojektor vorgeführt. Alle anderen Filme wurden als digitale Datei über Beamer gezeigt.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkkonstruktion der Motorenhalle. Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum EInsatz.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkonstruktion der Motorenhalle.
Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum Einsatz.

Hintergrund, Entstehung und Anspruch der gezeigten Filme hätte nicht unterschiedlicher sein können.
Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Katrin Küchler -Festivalleitung Filmfest Dresden, Naren Wilks -Künstler und Filmemacher aus England (unmittelbar vor dem Wettbewerbsprogramm mit einer eigenen Werkschau vertreten) und Hannes Schönemann -Regisseur/Filmemacher aus der ehemaligen DDR, hatte so die schwierige Aufgabe Filme miteinander zu vergleichen, die letztlich nicht vergleichbar sind:
Von einer Profi-Produktion der HFF München über Musikvideos, Experimentalfilme, Found-Footage-Mash-Ups bis hin zu den Amateur-Schmalfilmen von David Pfluger und Dagie Brundert reichte das Spektrum der gezeigten Filme.

„The HandEye (Bone Ghosts)“ von Anja Dornieden und Juan David Gonzales Monroy (was für ein Name für einen Filmemacher!) wurde von der Jury zum Gewinner des Wettbewerbs gekürt.
Eine bewusst mutige Entscheidung für einen Film, der konsequent analoge Filmtechnik und vor allem experimentelle Selbst-Entwicklungstechniken verwendet, um damit sein sperriges Thema zu gestalten.
Mit bei der späteren Filmentwicklung verfremdeten Aufnahmen von beklemmend-morbiden Artefakten aus drei Wiener Museen, darunter die pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm wird im wahrsten Sinne des Wortes der Geist einer spiritistischen Sitzung des Dichters Robert Musil mit Sigmund Freud Anfang des 20. Jahrhunderts beschworen.
Jegliche Foto- und Filmaufnahmen sind im Narrenturm verboten. Die Aufnahmen mit einer Bolex H16 wurden dort heimlich gemacht.
Dies wurde von den beiden persönlich anwesenden Filmemachern auf sehr angenehm zurückhaltende und bescheidene Weise anschaulich geschildert.
Auch die von ihnen bei der Selbstentwicklung des S/W-Filmmaterials eingesetzten Solarisations- und Negativ/Positiv-Techniken wurden von ihnen kurz angerissen.
Die Entwicklung des Filmmaterials wurde von den beiden Filmemachern im LaborBerlin ausgeführt, einem Filmkollektiv mit eigener Laborausstattung, dem sie seit 2010 angehören.
Der Preisträger-Film wurde selbstverständlich als 16mm-Filmprojektion mit Filmprojektor vorgeführt.

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