Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“

Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“
Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Vergangenes Wochenende luden die beiden Regensburger Künstler Alexandra Ries und Sepp Schick wieder ein zum alljährlichen „Offenen Atelier“ in ihren Räumlichkeiten eines idyllisch gelegenen Hinterhauses am Rande der Altstadt.

Am Samstagabend bot sich mir dabei die Gelegenheit, kurze Filme über die Ausstellungen aus den vorangegangenen Jahren zu zeigen.

Im tennenartigen Dachraum des Ateliers wurden die Filme für ein Publikum von 15-20 Personen auf eine etwa 2,20 Meter breite Leinwand projiziert.
Mein Elmo GS1200 mit aufgerüsteter 250 Watt Lichtleistung war dafür die ideale Projektoren-Bestückung.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künster.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künstler.

 

Dieses Handy-Foto während der Projektion  kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Dieses Handy-Foto während der Projektion kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Zusätzlich wurde im Erdgeschoß ab Einbruch der Dunkelheit eine Endlosschleife vorgeführt. Der Projektor warf Aufnahmen einer mittlerweile von der Künstlerin selbst zerstörten Objektinstallation auf ein weiße Malerleinwand, die zwischen den ausgestellten Gemälden angeordnet war.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

 

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden - Schnappschuss der Endlosschleife.

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden – Schnappschuss der Endlosschleife.

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

detail_paillard_bolex_boolsky.pdf (1 Seite)

Bei Edition de la Thièle ist ein neues Buch über die Geschichte von Bolex erscheinen:

Paillard Bolex, Boolsky
von Roland Cosanday und Thomas Perret
Achtung: In französischer Sprache.
Erhältlich beim Verlag für 50 bzw. 57,- SFR.

Das reich bebilderte Buch setzt sich mit allen Bolex-Kameras und Projektoren für 8-16mm auseinander, beleuchtet Produktionsmethoden und die „Schweizer Karriere“ des Jacques Boolsky. Es beinhaltet auch eine DVD mit vier Filmen von Boolsky sowie vier historischen Werbefilmen von Bolex-Paillard.

Chicago 8-Festival: jetzt Filme einreichen!

Chicago 8-Festival: jetzt Filme einreichen!
Chicago 8-Festivalplakat

Chicago 8-Festivalplakat

Noch bis zum 15. September dieses Jahres können auf Super 8 oder Single 8 gedrehte Experimentalfilme für das dritte Chicago 8 Small Gauge Film Festival eingereicht werden, das vom 18.-20. Oktober stattfindet. In den beiden früheren Ausgaben waren dort mehr als 120 Filme von 85 Filmemachern aus den USA, Kanada, Argentinien, Taiwan, Japan, Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden zu sehen.

Beiträge müssen zur Sichtung erst auf DVD eingereicht werden, und wenn sie angenommen werden, auf Film. Mehr Informationen und das Einreichungsformular stehen auf chicago8fest.org.

Groß: Filmguss im kleinen Stil

Groß: Filmguss im kleinen Stil

Mirko Böddeckers ADOX Fotowerk in Bad Saarow beherbergen so einiges an Hardware-Überraschungen. Besonders reizvoll am angebotenen Tauchbegussmaschine für Probebahnen für sogenanntes Dip & Dunk Coating. Mit diesem Verfahren wurden bis in die 50er Jahre viele berühmte Flme hergestellt, und das Prinzip eignet sich auch heute noch zumindest für klassische Emulsionen im Einschichtverfahren.

Besonders sehenswert und ermutigend ist aber das kleine Video, das einen ersten Probelauf der Maschine zeigt.

Selbst wenn Kodak, Fuji, Mortsel und Foma eines Tages nicht mehr liefern sollten — ADOX wird bestimmt dafür sorgen, dass man weiterhin analog Filmen kann!

testbeguss_tauch_web

Kodak stoppt die Produktion von Acetat-Filmträgern zu Ende Juni

Kodak stoppt die Produktion von Acetat-Filmträgern zu Ende Juni

So richtig überraschend ist es nicht, dass der angeschlagene Kodak-Konzern nun auch noch die Produktion von Tri-Acetat-Filmträgern einstellt. Ende dieses Monats werden etwa 60 Mitarbeiter aus diesem Produktionsbereich entlassen.
Grund ist – nicht überraschend – der geringe und weiter schrumpfende Bedarf. Die Herstellung dieses Filmträgers ist enorm aufwendig und funktioniert ökonomisch nur bei großem Durchsatz, der nun nicht mehr gegeben ist.

Kodaks Bestände sind aber nach eigenen Aussagen erheblich und würden bestimmt noch zehn Jahre reichen. Später wolle man diesen essenziellen Baustein des Analogfilms dann bei Dritten zukaufen, wie es heute auch schon andere Filmhersteller tun.

Einen interessanten Fernseh-Bericht gibt es auf der Rochester Homepage, hier kommt auch der ehemalige Kodak-Mitarbeiter Robert Shanebrook zu Wort, dessen Büchlein „Making Kodak Film“ voller Fotos und Erklärungen zu den Produktionsprozessen ist und jedem Analogfilmfreund ans Herz gelegt sei.

Update

Kodak versichert in einer eigenen Pressemeldung, dass die „signifikanten Vorräte für viele Jahre“ halten würden. Auch recht vorsichtig ist die Formulierung, man „sei zuversichtlich, den Kundenbedarf für die nahe Zukunft weiterhin decken zu können“. Natürlich kann ein derart angeschlagener Konzern nicht ernsthaft weitergehende Versprechungen machen.

Weiter geht’s – vorerst!

Regensburger Band nutzt Doppel-8 für Musik-Clip

Regensburger Band nutzt Doppel-8 für Musik-Clip
Die beim Musik-Clip  verwendete Canon-Doppel8-Kamera und ihr digitales Gegenüber

Die beim Musik-Clip verwendete Canon-Doppel8-Kamera und ihr digitales Gegenüber

In jungen Jahren arbeitete er mit Super8, bevor Sessil Siffkov mit Videos sein Glück versuchte.
Mittlerweile Sänger und Texter der 2012 gegründeten Regensburger Band 7track, hat ihn die Leidenschaft zum echten Film wohl wieder eingeholt, denn mich erreichte von Sessil folgende Mail:

wir haben letzte woche begonnen unseren song „swomp me, baby“ auf video zu bannen.
dabei hatte ich meine uralt CANON doppel8 kamera dabei.
wir wollten ein bisschen retrolook (70ger) weil wir unseren song „black music“ fanden.
unsere girls sind studentinnen und haben sowas noch nie gemacht,
deshalb -als warm-up sozusagen, hab ich mit der canon rumgefuchtelt.
das alte ding lenkt ab und zog ihre aufmerksamkeit an, ideal gegen die nervosität.
besonders beindruckt hat das federwerk.
dass ein alter „wecker“ den elektromotor ersetzt, war ihnen gänzlich unbekannt.
das besondere an dieser CANON: sie hat eine tolle zeitlupe: 64 B/sek!!!
tanzende mädchen halte ich für ein starkes motiv, die in zeitlupe ihren ganz eigenen reiz hat und die mit ner videocäm gar nicht realisiert werden kann!
ich weiss leider nicht, ob die aufnahmen etwas geworden sind,
denn zuerst muss ich den video schneiden/finalisieren, aber dieser alte japanische wecker wird ab jetzt immer dabei sein!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Filmsortierbrett für klassischen Filmschnitt

Filmsortierbrett für klassischen Filmschnitt

Zum Sortieren der einzelnen Szenen beim klassischen Filmschnitt mit Schere und Klebepresse kann folgender Eigenbau gute Dienste leisten.
Vor allem bei längeren Filmstreifen hilft er, Filmsalat zu vermeiden.

Man nehme eine Hartfaserplatte, z.B. ein Reststück aus der Grabbelkiste im Baumarkt und
-je nach Größe des Filmsortierers- 15 bis 40 Stück Laborspulen-Plastikringe.
Die einzelnen Reihen der Plastikringe mit Bleistift aufreißen, Plastikringe mit doppelseitigem Klebeband fixieren und die einzelnen Ablageringe mit Zahlen beschriften.
Fertig.

Beim abgebildeten Beispiel wurde als Grundplatte die ausrangierte Rückwand eines Bilderrahmens verwendet

Beim abgebildeten Beispiel wurde als Grundplatte die ausrangierte Rückwand eines Bilderrahmens verwendet

Ordnung im Archiv – Eine alternative Variante

Ordnung im Archiv – Eine alternative Variante

Zwar ist Friedemanns Stäbchenvariante genial und dazu noch einfach und billig umzusetzen, aber leider funktioniert sie nicht mit allen Laborspulen. Denn z.B. Fuji und Retro8 (beide Japan) liefern die Spulen in Pappschachteln zurück, genauso wie einige Labore in den USA.

Laborspulen in Pappschachteln, wie sie z.B. von Retro8 und Fuji benutzt wurden und werden

Laborspulen in Pappschachteln, wie sie z.B. von Retro8 und Fuji benutzt wurden und werden

Diese Pappschachteln bereiten übrigens auch in den Spulenboxen von Stocko Probleme: Mit Pappschachtel ist die Spule zu breit, ohne Pappschachtel sind die weißen Spulen zu locker in der Box und fallen gerne mal heraus, wenn man die Box ohne ihren Deckel transportiert.

Eine Stocko-Filmspulenbox samt OVP

Eine Stocko-Filmspulenbox samt OVP

Was tun? Die “rettende” Idee fand ich zufällig auf einer Internetseite für Mini-Disc-Fans: Man nehme einfach eine Teebeutelbox, wie z.B. diese hier:

Laborspulen und Dias in einer geöffneten Teebeutelaufbewahrungskiste

Laborspulen und Dias in einer geöffneten Teebeutelaufbewahrungskiste

Leider muß man genau auf die Maße der Fächer achten. Denn z.B. bei dieser Holzbox läßt sich der Deckel nicht ganz schließen. Aber da die Box sonst auf dem Müll gelandet wäre…

Laborspulen und Dias in einer Teebeutelaufbewahrungskiste, die sich leider nicht ganz schließen läßt

Laborspulen und Dias in einer Teebeutelaufbewahrungskiste, die sich leider nicht ganz schließen läßt

Die Pappschachteln haben als Maße übrigens irgendwas zwischen 7,5cm x 7,5cm x 1,4cm und 7,7cm x 7,7cm x 1,6cm. Sie stammen in der weißen Variante samt den Spulen scheinbar von der US-Firma Tayloreel, während Fuji scheinbar eigene Schachteln und Spulen nutzt(e).
Die 15m-Spulen mit Plastikringen haben einen Durchmesser von ca. 7,7cm und sind ca. 1,3cm dick.


1 2 3 4 5 6