Miradas Múltiples – La Máquina Loca

Miradas Múltiples – La Máquina Loca

poster_miradas„Miradas múltiples – La máquina loca“, übersetzt etwa „Vielerlei Ansichten – Die verrückte Maschine“ ist ein Film über die Bilder im Kino und über die Schöpfer dieser Bilder am Beispiel eines Mannes der zu den besten dieser Schöpfer gehörte: Gabriel Figueroa.

Der in Paris lebende, ebenfalls aus Mexiko stammende, Regisseur Emilio Maillé (51) hat ein beeindruckendes Stück über diesen außergewöhnlichen Kameramann geschaffen. Dabei hat er mehr als zwanzig international bekannte und renommierte Kameraleute über die Arbeit des Meisters befragt, mit ihnen geredet und geplaudert. Diese Gespräche, in denen es auch um das Kino, die Kunst, die Motivation und vieles mehr geht, werden begleitet von Momenten aus dem Werk Figueroas, brillanten Beispielen seiner Kunst. Die Ausschnitte sind mit bedacht gewählt und mit einer passenden musika-lischen Begleitung unterlegt.

Figueroa, der 90 Jahre alt wurde und 1997 starb, hat in Laufe seiner Karriere über 200 Filme gedreht und u.a. mit so grossen Regisseuren wie Luis Buñuel, John Ford, John Huston gearbeitet.

mujer_miradasIn den anregenden Gesprächen mit den Kameraleuten aus  aller Welt, von den Altmeistern wie: Raul Coutard (Á bout de souffle, 1959), Ricardo Aronovich (Le Bal, 1983), Darius Khondji (Seven, 1995), über Javier Aguirresarobe (The Others, 2001) und Antony Dod Mantle (Dogville,2003), bis zu dem jungen Alexis Zabe (Temporada de Patos,2004) u.v.m., erkundet Emilio Maillé auch die Rolle des Kameramanns, der fast immer im Schatten eines Regisseurs steht, aber ohne den es den Film gar nicht geben würde. Und so sehen wir einige von ihnen auch mal vor der Kamera.

hombre_2560x1440Ein Teil des Films wurde mit einer Bolex H16 gedreht, was dem Film für uns Filmverrückte noch die Krone aufsetzt. Wenn man die Chance hat, diesen Film im Kino zu sehen, sollte man sie unbedingt ergreifen. Premiere hatte der Film am 29. September 2013 in Mexiko. Vielleicht findet sich ja ein Verleiher für Deutschland.  Wer nicht warten will: die Blu-ray oder DVD gibt es bereits bei mixup.com.mx oder amazon.com.

Petition zur Wiederaufnahme der Produktion von Farbumkehrfilm

Petition zur Wiederaufnahme der Produktion von Farbumkehrfilm

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Kodak hat mit Aufgabe des Ektachrome 100D das letzten Farbumkehrfilm-Material aus dem Programm genommen, ein Ersatz ist nicht geplant.

Keiner weiss ob es helfen wird, aber das „unterzeichnen“ kostet nichts und so hat man wenigstens ein bisschen was getan. Bitte hier klicken und unterstützen:

Eastman Kodak Company: resume your production of reversal film

Hat nicht weh getan, oder?

Dann am besten den Link gleich weitergeben, per Facebook, Email oder sonstwie. Und das geht nicht nur aktive Filmer an, sondern auch all die, die sich am Betrachten unserer Farbumkehrfilme erfreuen!

Analoger Film triumphal zurück bei den Kurzfilmtagen Oberhausen

Analoger Film triumphal zurück bei den Kurzfilmtagen Oberhausen

16mm-Filminstallation von Sandra Gibson und Luis Recorder

Die Frankfurter Rundschau berichtet begeistert von den diesjährigen Kurzfilmtagen Oberhausen – dem legendären Filmfestival, auf dem man 1962 den Bruch mit „Papas Kino“ wagte. In einer „mitunter sensationellen Themenreihe“, wie Filmkritik Daniel Kothenschulte schreibt, feierten klassische Kinoprojektoren und Schmalfilm ihre Rückkehr:

Vier „leere“ 16mm-Projektoren etwa sind das Instrumentarium der jungen US-Künstler Sandra Gibson und Luis Recorder. Aus den vier Lichtfeldern in lebendigem – und überraschend vielfarbigen – Weiß generieren sie in ihrer Performance „On/Off“ allein durch geschickte Betätigung des Startknopfs frei nach Josef Albers eine Huldigung an das Rechteck: Dessen Proportionen im Verhältnis 1,33:1 sind inzwischen ja auch schon „obsolet“ geworden. Freilich nicht in Oberhausen: Selten hat man auf einem Festival so viel „echten“ Zelluloidfilm im Wettbewerb gesehen, sogar das schon in den Sechzigern ausgemusterte Normal-8-Format war vertreten – wenn auch, der besseren Spielbarkeit halber, umkopiert in Super-8.

Hier der vollständige Artikel.

Französische Doku über Super 8-Amateur-Horrorfilme

Französische Doku über Super 8-Amateur-Horrorfilme
Super 8 Madness

Filmstill aus „Super 8 Madness“ – 80er Jahre Amateursplatter aus Frankreich!

Der französische Filmemacher Fabrice Blin hat einen abendfüllenden Dokumentarfilm über Selbstmacher-Horrorfilme aus den 80er Jahren gedreht. Heute abend hat er, unter dem Titel Super 8 Madness, Premiere.

Super 8 Madness spürt französische Amateurfilmer auf, die vor drei Jahrzehnten besessen ihre eigenen Horror-, Splatter-, Fantasyfilme auf Super 8 drehten, mit selbstgebauten Masken und Requisiten, selbstgekochtem Kunstblut und analogen Spezialeffekten. Gummimonster kamen zum Einsatz und sogar die eigene Großmutter als Regieassistentin für Splatterfilme.

Super 8 Madness - Filmplakat

Super 8 Madness – Filmplakat

Ein Vorschauvideo auf den Film gibt es hier.

Wir hoffen, Super 8 Madness bald auch außerhalb Frankreichs (und mit Untertiteln) sehen zu können!

Es werde Licht (1): 150W Licht-Turbo für Super 8 Projektoren

Es werde Licht (1): 150W Licht-Turbo für Super 8 Projektoren

Heckspoiler: Hinten am Projektor ist das neue 150W Schaltnetzteil montiert. Es kommt ohne Lüfter aus.

Schmalfilm entfaltet seine Wirkung so richtig nur in der Projektion. Und damit die wirkt und Freude macht, muss das Projektionsbild auf der Leinwand groß und hell sein. Und hier wird viel zu oft gespart!
Ist der aktive Schmalfilmer durchaus noch gewillt, für eine Spitzenkamera und Filmmaterial zunehmend hohe Summen hin zu blättern, investiert er gelegentlich auch noch mal in eine fachgerechte Wartung der Gerätschaften, so wenig investiert er meist in eine ideale Projektion.

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BBC akzeptiert wieder Super 16

BBC akzeptiert wieder Super 16

Bei Super 16 wird der Filmstreifen in seiner gesamten Breite belichtet und der Ton extern aufgenommen. Das Format ist nicht für die Projektion gedacht.

Bei Super 16 wird der Filmstreifen in seiner gesamten Breite belichtet und der Ton extern aufgenommen. Das Format ist nicht für die Projektion gedacht.

Ab sofort akzeptiert die BBC Super 16mm-Film wieder als Produktionsformat für HD-Sendungen. Wie die Website Televisual.com berichtet, revidiert der Sender damit seinen früheren Beschluss gegen das Filmformat. Prominente britische Filmregisseure – darunter Ken Loach, Sam Mendes, Stephen Frears, Kenneth Branagh und Terry Gilliam – hatten sich damals in einem Protestbrief für Super 16 als kreative Option eingesetzt.

Vor dem Aufkommen digitaler HD-Kameras war Super 16 mit seinem 16:9-Bild Standardformat für Dokumentar- und Fernsehfilme. Auch die Hollywoodfilme The Hurt Locker und Black Swan wurden mit Super 16-Kameras gefilmt. In Deutschland dreht der Regisseur Dominik Graf häufig auf dem Format, unter anderem den Mehrteiler Im Angesicht des Verbrechens und wahrscheinlich auch den gestrigen Tatort Aus der Tiefe der Zeit.

Ursprünglich hatte die BBC Super 16 für HD-Fernsehausstrahlungen abgelehnt, weil das Korn des Filmmaterials die Kompressionsalgorithmen für Digitalvideo überfordere. Laut Televisual.com bietet die BBC nun eine Kompromisslösung an, bei der Super 16 unter Auflagen akzeptiert wird. Die dürften wahrscheinlich die Körnigkeit des verwendeten Materials betreffen und darauf hinauslaufen, dass nur auf feinkörnigen Filmsorten gedreht werden darf.

Dies ist eine gute Nachricht für alle verbliebenen Filmdienstleister, besonders im Großbritannien. Nachdem das traditionsreiche Londoner SoHo Filmlab 2011 seine Pforten schloss, sah die Zukunft des 16mm-Films jenseits des Ärmelkanals zeitweilig düster aus.

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Dieser kurze Clip aus den 80ern zeigt einen Blick nach Mortsel, von wo das neue Aviphot Chrome 200D Material kommt. Ab Minute 01:30 gibt es schöne Innenaufnahmen auf beachtliche Bestände an Widerolls. Wieviel da heute wohl noch auf Lager ist?
Immerhin äusserte sich Agfa auf Rückfrage, dieses Material auch heute noch bei Bedarf herstellen zu können. Mal sehen, wie schnell wir es verbrauchen…

Modernisierte Nizos aus Paris

Modernisierte Nizos aus Paris

Die Nizo 801, eine der von Re:Voir verkauften Kameras

Die Nizo 801, nun auch im Verkauf bei Re:Voir.

Der französische Filmverlag Re:Voir, bekannt für seine DVD-Editionen von Experimentalfilmklassikern, verkauft ab sofort auch generalüberholte Nizo-Super 8-Kameras.

Die Kameras wurden so eingestellt, dass sie die heutigen Filmsorten Ektachrome 100D, Vision 50D und 500T richtig belichten. Sie werden mit drei Monaten Gewährleistung verkauft. Hinter dem Angebot steht neben Pip Chodorov, Filmemacher und Gründer von Re:Voir, der Filmtechnik-Tüftler Christophe Goulard. Kaufen kann man sowohl vor Ort in Paris, als auch via Internet.

Aus zwei Gründen ist dies uns eine Meldung wert. Erstens ist Re:Voir eng mit den Pariser Filmkunstinitiativen Film Gallery und L’Abominable, einem Künstler-Filmlabor, verbunden. Mit ihren Einnahmen fördert die Firma aktive 8- und 16mm-Filmer. Und zweitens hat Goulard einigen Nizos ein besonderes Extra spendiert: einen Drehknopf, mit dem sich die Filmempfindlichkeit der Kamera manuell zwischen 50 und 500 ASA einstellen lässt. In Zeiten, in denen so viele verschiedene Filmsorten in Super 8-Kassetten abgefüllt werden, vermisst man dies bei anderen Kameras oft schmerzlich!

Nachtrag: Pip Chodorov freut sich über die positiven Reaktionen der filmkorn-Leser und erklärt die technischen Details:

Christophe Goulard von „L’Abominable“ baut diese Kameras um. Er ist ein Genie. Der Einstellknopf klinkt sich in einen bereits vorhandenen Einstellmechanismus (Potentiometer?) in der Kamera, mit dem Techniker die Belichtungsautomatik kalibrieren konnten. Er bohrt ein kleines Loch genau über diesem Bauteil, setzt den Knopf ein und graviert ihm kleine Plus- und Minus-Markierungen für die ASA-Werte ein. Jede Markierung steht für eine Verdoppelung bzw. Halbierung des ASA-Werts. Das kann man einfach überprüfen, indem man die Messwerte eines externen Belichtungsmessers mit den Werten vergleicht, die die Kamera liefert. Dreht man am ASA-Knopf, so ändern sich diese Werte. Gleicht man sie seinem externen Belichtungsmesser an, so funktioniert von nun an die Belichtungsautomatik genau auf dem eingestellten ASA-Wert.

Zweite Aktualisierung:
Re:Voir bietet jetzt auch einen Umbauservice für Kunden an, die bereits ein Nizo-Kamera besitzen. Die Modifikation der kleinen Nizos bis einschließlich zum Modell 156 ist unproblematisch und kostet 65 Euro. Später soll ein Umbauservice für die großen Nizo-Kameras (wie die 801) hinzukommen. Neben einem manuellen ASA-Einstellrad, das die Kassettenerkennung vollständig ersetzen wird, soll der Belichtungsmesser an die normalen Kamerabatterien angeschlossen werden, so dass die PX-Knopfzelle überflüssig wird. Dieser Umbau soll, sobald er ausgetestet ist, für 130 Euro angeboten werden.

Kontakt
Re:Voir / Film Gallery
43 rue du Faubourg Saint Martin, 75010 Paris
Telefon : +33-954-225-111
http://www.re-voir.com
Geöffnet von Montag bis Freitag, 11-18 Uhr

„Plattengigant“ Kodak

Alles begann damit, daß ich auf iBäh eine Werbeschallplatte für Kodak-Instamatic-Super8-Kameras namens „Heidi Brühl singt Memory“ entdeckte. In diesem Fall handelt es sich um eine einseitig bespielte 7-Zoll-Schallfolie, die es ca. 1967/68 scheinbar kostenlos im deutschen Fotohandel gab – offensichtlich als separaten Soundtrack zu einem passenden Super8-Werbefilmchen. (Vermutlich da die meisten damaligen Super8-Projektoren keine Magnet- oder Lichttonwiedergabe hatten.) Nachdem ich diese Entdeckung im „Gesichtsbuch“ der Gruppe „Retro 8“ bekanntgab und danach noch ein wenig eine Internetsuchmaschine nutzte, stellte ich fest, daß Kodak jede Menge Werbeschallplatten und -CDs veröffentlichte. Besonders interessant ist dabei die Scheibe für die Filmvertonung.

Damit dieser Artikel nicht zu Kodak-lastig wird: Auch Fuji brachte solche Werbeschallplatten heraus – Frank Bruinsma (Inhaber von super8.nl) besitzt z.B. eine solche. Und auf Fujidirekt.de gab’s bis vor kurzem auch noch ein Werbelied als MP3 zum kostenlosen Download.
Natürlich brachte auch Agfa Schallplatten heraus, z.B. eine Geräuschesammlung.
Vermutlich gab’s auch von den anderen Film und Filmgeräteherstellern solche Platten/Kassetten/CDs.


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