Es werde Licht (1): 150W Licht-Turbo für Super 8 Projektoren

Es werde Licht (1): 150W Licht-Turbo für Super 8 Projektoren

Heckspoiler: Hinten am Projektor ist das neue 150W Schaltnetzteil montiert. Es kommt ohne Lüfter aus.

Schmalfilm entfaltet seine Wirkung so richtig nur in der Projektion. Und damit die wirkt und Freude macht, muss das Projektionsbild auf der Leinwand groß und hell sein. Und hier wird viel zu oft gespart!
Ist der aktive Schmalfilmer durchaus noch gewillt, für eine Spitzenkamera und Filmmaterial zunehmend hohe Summen hin zu blättern, investiert er gelegentlich auch noch mal in eine fachgerechte Wartung der Gerätschaften, so wenig investiert er meist in eine ideale Projektion.

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BBC akzeptiert wieder Super 16

BBC akzeptiert wieder Super 16

Bei Super 16 wird der Filmstreifen in seiner gesamten Breite belichtet und der Ton extern aufgenommen. Das Format ist nicht für die Projektion gedacht.

Bei Super 16 wird der Filmstreifen in seiner gesamten Breite belichtet und der Ton extern aufgenommen. Das Format ist nicht für die Projektion gedacht.

Ab sofort akzeptiert die BBC Super 16mm-Film wieder als Produktionsformat für HD-Sendungen. Wie die Website Televisual.com berichtet, revidiert der Sender damit seinen früheren Beschluss gegen das Filmformat. Prominente britische Filmregisseure – darunter Ken Loach, Sam Mendes, Stephen Frears, Kenneth Branagh und Terry Gilliam – hatten sich damals in einem Protestbrief für Super 16 als kreative Option eingesetzt.

Vor dem Aufkommen digitaler HD-Kameras war Super 16 mit seinem 16:9-Bild Standardformat für Dokumentar- und Fernsehfilme. Auch die Hollywoodfilme The Hurt Locker und Black Swan wurden mit Super 16-Kameras gefilmt. In Deutschland dreht der Regisseur Dominik Graf häufig auf dem Format, unter anderem den Mehrteiler Im Angesicht des Verbrechens und wahrscheinlich auch den gestrigen Tatort Aus der Tiefe der Zeit.

Ursprünglich hatte die BBC Super 16 für HD-Fernsehausstrahlungen abgelehnt, weil das Korn des Filmmaterials die Kompressionsalgorithmen für Digitalvideo überfordere. Laut Televisual.com bietet die BBC nun eine Kompromisslösung an, bei der Super 16 unter Auflagen akzeptiert wird. Die dürften wahrscheinlich die Körnigkeit des verwendeten Materials betreffen und darauf hinauslaufen, dass nur auf feinkörnigen Filmsorten gedreht werden darf.

Dies ist eine gute Nachricht für alle verbliebenen Filmdienstleister, besonders im Großbritannien. Nachdem das traditionsreiche Londoner SoHo Filmlab 2011 seine Pforten schloss, sah die Zukunft des 16mm-Films jenseits des Ärmelkanals zeitweilig düster aus.

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Blick nach Mortsel zu AGFA-Gevaert

Dieser kurze Clip aus den 80ern zeigt einen Blick nach Mortsel, von wo das neue Aviphot Chrome 200D Material kommt. Ab Minute 01:30 gibt es schöne Innenaufnahmen auf beachtliche Bestände an Widerolls. Wieviel da heute wohl noch auf Lager ist?
Immerhin äusserte sich Agfa auf Rückfrage, dieses Material auch heute noch bei Bedarf herstellen zu können. Mal sehen, wie schnell wir es verbrauchen…

Modernisierte Nizos aus Paris

Modernisierte Nizos aus Paris

Die Nizo 801, eine der von Re:Voir verkauften Kameras

Die Nizo 801, nun auch im Verkauf bei Re:Voir.

Der französische Filmverlag Re:Voir, bekannt für seine DVD-Editionen von Experimentalfilmklassikern, verkauft ab sofort auch generalüberholte Nizo-Super 8-Kameras.

Die Kameras wurden so eingestellt, dass sie die heutigen Filmsorten Ektachrome 100D, Vision 50D und 500T richtig belichten. Sie werden mit drei Monaten Gewährleistung verkauft. Hinter dem Angebot steht neben Pip Chodorov, Filmemacher und Gründer von Re:Voir, der Filmtechnik-Tüftler Christophe Goulard. Kaufen kann man sowohl vor Ort in Paris, als auch via Internet.

Aus zwei Gründen ist dies uns eine Meldung wert. Erstens ist Re:Voir eng mit den Pariser Filmkunstinitiativen Film Gallery und L’Abominable, einem Künstler-Filmlabor, verbunden. Mit ihren Einnahmen fördert die Firma aktive 8- und 16mm-Filmer. Und zweitens hat Goulard einigen Nizos ein besonderes Extra spendiert: einen Drehknopf, mit dem sich die Filmempfindlichkeit der Kamera manuell zwischen 50 und 500 ASA einstellen lässt. In Zeiten, in denen so viele verschiedene Filmsorten in Super 8-Kassetten abgefüllt werden, vermisst man dies bei anderen Kameras oft schmerzlich!

Nachtrag: Pip Chodorov freut sich über die positiven Reaktionen der filmkorn-Leser und erklärt die technischen Details:

Christophe Goulard von „L’Abominable“ baut diese Kameras um. Er ist ein Genie. Der Einstellknopf klinkt sich in einen bereits vorhandenen Einstellmechanismus (Potentiometer?) in der Kamera, mit dem Techniker die Belichtungsautomatik kalibrieren konnten. Er bohrt ein kleines Loch genau über diesem Bauteil, setzt den Knopf ein und graviert ihm kleine Plus- und Minus-Markierungen für die ASA-Werte ein. Jede Markierung steht für eine Verdoppelung bzw. Halbierung des ASA-Werts. Das kann man einfach überprüfen, indem man die Messwerte eines externen Belichtungsmessers mit den Werten vergleicht, die die Kamera liefert. Dreht man am ASA-Knopf, so ändern sich diese Werte. Gleicht man sie seinem externen Belichtungsmesser an, so funktioniert von nun an die Belichtungsautomatik genau auf dem eingestellten ASA-Wert.

Zweite Aktualisierung:
Re:Voir bietet jetzt auch einen Umbauservice für Kunden an, die bereits ein Nizo-Kamera besitzen. Die Modifikation der kleinen Nizos bis einschließlich zum Modell 156 ist unproblematisch und kostet 65 Euro. Später soll ein Umbauservice für die großen Nizo-Kameras (wie die 801) hinzukommen. Neben einem manuellen ASA-Einstellrad, das die Kassettenerkennung vollständig ersetzen wird, soll der Belichtungsmesser an die normalen Kamerabatterien angeschlossen werden, so dass die PX-Knopfzelle überflüssig wird. Dieser Umbau soll, sobald er ausgetestet ist, für 130 Euro angeboten werden.

Kontakt
Re:Voir / Film Gallery
43 rue du Faubourg Saint Martin, 75010 Paris
Telefon : +33-954-225-111
http://www.re-voir.com
Geöffnet von Montag bis Freitag, 11-18 Uhr

„Plattengigant“ Kodak

Alles begann damit, daß ich auf iBäh eine Werbeschallplatte für Kodak-Instamatic-Super8-Kameras namens „Heidi Brühl singt Memory“ entdeckte. In diesem Fall handelt es sich um eine einseitig bespielte 7-Zoll-Schallfolie, die es ca. 1967/68 scheinbar kostenlos im deutschen Fotohandel gab – offensichtlich als separaten Soundtrack zu einem passenden Super8-Werbefilmchen. (Vermutlich da die meisten damaligen Super8-Projektoren keine Magnet- oder Lichttonwiedergabe hatten.) Nachdem ich diese Entdeckung im „Gesichtsbuch“ der Gruppe „Retro 8“ bekanntgab und danach noch ein wenig eine Internetsuchmaschine nutzte, stellte ich fest, daß Kodak jede Menge Werbeschallplatten und -CDs veröffentlichte. Besonders interessant ist dabei die Scheibe für die Filmvertonung.

Damit dieser Artikel nicht zu Kodak-lastig wird: Auch Fuji brachte solche Werbeschallplatten heraus – Frank Bruinsma (Inhaber von super8.nl) besitzt z.B. eine solche. Und auf Fujidirekt.de gab’s bis vor kurzem auch noch ein Werbelied als MP3 zum kostenlosen Download.
Natürlich brachte auch Agfa Schallplatten heraus, z.B. eine Geräuschesammlung.
Vermutlich gab’s auch von den anderen Film und Filmgeräteherstellern solche Platten/Kassetten/CDs.

Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“

Super 8-Projektionen im „Offenen Atelier“

Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Ein lauschiger Sommerabend im Hinterhaus-Atelier Schwandorfer Str. 1, Regensburg

Vergangenes Wochenende luden die beiden Regensburger Künstler Alexandra Ries und Sepp Schick wieder ein zum alljährlichen „Offenen Atelier“ in ihren Räumlichkeiten eines idyllisch gelegenen Hinterhauses am Rande der Altstadt.

Am Samstagabend bot sich mir dabei die Gelegenheit, kurze Filme über die Ausstellungen aus den vorangegangenen Jahren zu zeigen.

Im tennenartigen Dachraum des Ateliers wurden die Filme für ein Publikum von 15-20 Personen auf eine etwa 2,20 Meter breite Leinwand projiziert.
Mein Elmo GS1200 mit aufgerüsteter 250 Watt Lichtleistung war dafür die ideale Projektoren-Bestückung.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künster.

Der Elmo GS1200 250W während der Projektion zwischen Ausstellungsgästen und Bildern der beiden Künstler.

 

Dieses Handy-Foto während der Projektion  kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Dieses Handy-Foto während der Projektion kann die Stimmung der Filmvorführung natürlich nur in Ansätzen wiedergeben

Zusätzlich wurde im Erdgeschoß ab Einbruch der Dunkelheit eine Endlosschleife vorgeführt. Der Projektor warf Aufnahmen einer mittlerweile von der Künstlerin selbst zerstörten Objektinstallation auf ein weiße Malerleinwand, die zwischen den ausgestellten Gemälden angeordnet war.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

Der kleine Revuelux 30a (ein Eumig-Fabrikat) bewährte sich für die Loop-Projektion als zuverlässiges Arbeitstier.

 

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden - Schnappschuss der Endlosschleife.

Das bewegte Super8-Bild zwischen statischen Gemälden – Schnappschuss der Endlosschleife.

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

Neues Buch: Paillard Bolex, Boolsky

detail_paillard_bolex_boolsky.pdf (1 Seite)

Bei Edition de la Thièle ist ein neues Buch über die Geschichte von Bolex erscheinen:

Paillard Bolex, Boolsky
von Roland Cosanday und Thomas Perret
Achtung: In französischer Sprache.
Erhältlich beim Verlag für 50 bzw. 57,- SFR.

Das reich bebilderte Buch setzt sich mit allen Bolex-Kameras und Projektoren für 8-16mm auseinander, beleuchtet Produktionsmethoden und die „Schweizer Karriere“ des Jacques Boolsky. Es beinhaltet auch eine DVD mit vier Filmen von Boolsky sowie vier historischen Werbefilmen von Bolex-Paillard.


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