Einem 1972er ECN-1 Film bewegte Farben entlocken

Einem 1972er ECN-1 Film bewegte Farben entlocken

Kubrick schoß „Barry Lyndon“ und Copolla den ersten Teil des „Paten“ auf der 35mm Version 5254. Die Beatles drehten ihren letzten Film „Let It Be“ inklusive des berühmten Dachkonzerts auf der 16mm Variante 7254. Und ich wollte ihn nun in Fotokameras und die Krasnogorsk füllen. Die Rede ist vom Eastman Color Negative 7254, einem ECN-1 Film, der von 1968 bis 1974 (und nochmals eingeführt bis 1976) hergestellt wurde.

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Buch: Schmalfilm selbst entwickeln

Buch: Schmalfilm selbst entwickeln

Dieses kleine Büchlein von 1976 aus der DDR hat mir schon oft geholfen, ist aber mittlerweile komplett zerfleddert. Da es nicht mehr so leicht zu finden ist, habe ich es gescannt, um es der Nachwelt zu erhalten.

Hier gibt es das ganze als PDF zum runterladen, inklusive aller Bilder und Tabellen.

Unten ist eine HTML-Version für schnelles Nachschlagen.

Danke an meinen Sohn Kalle für unermüdliches Korrekturlesen der oft absurden OCR-Ergebnisse! 🙂

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Günstige Entwicklung vom Kodak-Vision: Ein Ersatz für ECN-2 Chemie

Einmal ersteigerte ich eine 120m Rolle Kodak Vision 500T der ersten Generation (Kodak 7279). Dieser Film ist mittlerweile auf vier 16mm 30 TL-Spulen umgerollt. Die lagen jetzt lang genug im Schrank. Ich wollte aber nicht einsehen, dass ich bei Andec für eine ECN-2 Entwicklung über 40€ bezahlen muss, zumal eine Kopie auf Super 8 zusätzlich ins Geld ginge. Man kann Kodaks Farbnegativfilme zwar auch in C-41 Chemie entwickeln, aber da gibt es erhebliche Unterschied in der Zusammensetzung:

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ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

Es begann vor einen anderthalb Jahren als die verrückte Idee hatte die ORWO C 9165 Chemie selbst anzusetzen. Da gab es nur zwei Probleme:

  1. Da das Rezept auf russisch ist musste ich es übersetzen. Hätte ich nur nicht den doofen Microsofttranslator (BING) genommen… Der übersetzt richtig schlecht. Ein paar Monate später versuchte ich den Google-Übersetzter und siehe da, alle Chemienamen wurden richtig geschrieben.
  2. In dem Prozess wird ein Stoff verwendet, der ugs. CD-1 genannt wird. Der richtige Name ist: Diethyl-p-phenylendiaminsulfat. Das schwer zu beschaffen ist. An dem Punkt gab ich auf… Doch dann (Mrz. 2016) bekam ich es doch…

Als die “CD-1-Quelle“ gesichert war, bestellte ich für rund 110€ Rohchemie. Als alles zusammen war, begann ich damit alles anzusetzen. Als dies getan war, belichtete ich einen ORWO Chrom UT 15 und entwickelte diesen. Er kam blank aus der Entwicklung. Aber davon lies ich mich nicht unterkriegen und belichtete 2 Wochen später noch einen UT 15. Der wurde Perfekt. Seit dem habe ich etliche UT 15, Agfachrome, Revuechrome in diesem Prozess entwickelt. Teilweise gut und schlecht.

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LaborBerlin 2.0 – Rettet die Rings-Maschinen!

LaborBerlin 2.0 – Rettet die Rings-Maschinen!

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Die traurige Nachricht ging schon vor einiger Zeit um: Helmu Rings Firma „Film 16“ musste Ende Oktober letzten Jahres nach über 50 Jahren das Gewerbe abmelden und damit weitgehend die Pforten schliessen. Nun plant LaborBerlin, das rührige Kollektiv aus Filmemacher_innen, Künstler_innen und Enthusiasten, die von Herrn Rings entwickelten und bestens gewarteten Entwicklungs- und Kopiermaschinen zu kaufen, um sie in Benutzung zu halten.

Geplant ist es, das benötigte Kapital dafür über Crowfunding einzusammeln.

Jeder Euro hilft dabei!

Und tolle Belohnungen bekommt man als Unterstützer ausserdem.

Also nicht zögern und gleich spenden, um diese einmalige Chance Wirklichkeit werden zu lassen. Wäre das nicht phantastisch, wenn die hervorragenden Rings-Maschinen zukünftig jedem interessierten Filmemacher, Künstler und Kreativen zugänglich werden?

Also los!

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Kunst kommt von Kaffee

Kunst kommt von Kaffee


Im verschlafenen Frankenberg/Sa. erregten am ersten Septemberwochenende fünf mit Super-8-Kameras ausgerüstete Leute viel Aufsehen. Obwohl das populäre Schmalfilmformat in diesem Jahr immerhin sein 50jähriges Jubiläum feiert, sieht man es heutzutage nur noch eher selten. Anlass genug, um mit meinem Kunst- und Kulturverein den Workshop Film‘ dein Frankenberg zu organisieren. 2014 hatte ich selbst an einem Bio-Entwicklungsworkshop von Super-8-Queen Dagie Brundert teilgenommen und war davon begeistert. Seither entwickle ich alle meine Filme und Fotos selbst und gebe mein Wissen gerne weiter.

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Yum Yum Soups: Zu Gast bei Dagie

Yum Yum Soups: Zu Gast bei Dagie

Ob Seetang, Magnolien, Rotwein, Flieder, Bier, Erdbeer oder Holunderblüten: Die Experimentalikone und Kreativkraftkünstlerin Dagie Brundert aus Berlin entwickelt Film in nahezu allem, was flüssig ist und begeistert auf Ihren Super 8 Workshops Nachwuchsfilmer von der Magie der unorthodoxen Bio-Entwickler.

Das beste aber: Dagie hat Ihre Rezepte jetzt in einem wunderbaren Blog gesammelt. Dagie sucht Phenole überall und teilt, was Sie schon gefunden hat, sie hat sogar jedes Rezept mit dem passenden Film verlinkt. Wo gibt’s das sonst, Rezepte, die man gleich beim Lesen schon Schmecken kann?


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