16mm-Dreh im Dartmoor: „Die Farbe aus dem All“ nach H.P. Lovecraft

16mm-Dreh im Dartmoor: „Die Farbe aus dem All“ nach H.P. Lovecraft

Alles begann vor ein paar Jahren, als Lomography seinen Farbnegativfilm LomoChrome Purple für 16mm-Kameras auf den Markt brachte. Überall im Netz tauchten ratlose Kommentare auf, was man denn mit diesem Material anstellen könne: „Wofür ist er denn gut? Pflanzen haben falsche Farben, Menschen sehen krank aus“, hieß es da. Es erinnerte mich spontan an eine alte Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft (1890–1937): THE COLOUR OUT OF SPACE (DIE FARBE AUS DEM ALL). Darin schlägt ein Meteorit ein und verseucht alles Leben. Pflanzen haben falsche Farben und Menschen werden wahnsinnig oder sterben. Die perfekte Handlung für einen Horrorfilm!

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Klein, und doch so fein: Die 16mm-Kamera Kiew 16U

Klein, und doch so fein: Die 16mm-Kamera Kiew 16U

Gibt man heute „Kiew 16U“ in die Suchmaschine ein, so findet man in hunderten Beiträgen die Objektive einer ungewöhnlichen ukrainischen 16mm-Schmalfilmkamera: Mir 11-m, Vega 7-1 und Tair 41. Zahlreiche russische Händler schrauben sie heutzutage von ihren angestammten Kameragehäusen ab, um sie einzeln zu verkaufen und an digitalen Kameras umzunutzen. An modernen Blackmagic Pocket Cinema Cameras adaptiert, liefern die schlanken Festbrennweiten tatsächlich bestechende Bildqualität.

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„Säv, säv, susa“: Gedichtverfilmung auf Rügen

„Säv, säv, susa“: Gedichtverfilmung auf Rügen

„Schilf, Schilf, rausche“, diese drei Worte gingen mir nicht aus dem Kopf, seit ich im Jahr 2014 das gleichnamige Bändchen mit Gedichten des schwedischen Dichters Gustaf Fröding (1860–1911) in den Händen hielt. Klaus-Rüdiger Utschick hatte sie in jahrezehntelanger Arbeit akribisch ins Deutsche übersetzt. Damals besuchte ich ihn in seiner Münchner Wohnung, um über eine geplante Verfilmung eines anderen Fröding-Gedichtes zu sprechen.

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Konfektionierungshilfe für Super 8 Filmwickel aus dem 3D-Drucker

Konfektionierungshilfe für Super 8 Filmwickel aus dem 3D-Drucker

Bisher habe ich meine Super 8 Filmwickel für die wiederbeladbaren Super 8 GK-Kassetten immer mit einer umgebauten Laborspule und einem Kassettenfilmkern hergestellt. Leider war diese Methode sehr unsicher und mickrig. Als mir letztens der fast volle Filmwickel von der Konfektionierungshilfe abgefallen ist und Bandsalat verursachte, hatte ich die Nase davon endgültig voll. 

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Anamorphotische Aufnahmen

Immer wieder stellen Anfänger die Frage, warum man mit Schmalfilm nicht genauso schön breite Bilder wie im Kino projizieren könne. Die Antwort lautet: Man kann, allerdings leider nicht so einfach. Denn leider haben die Bilder bei den meisten Schmalfilmformaten nur ein Seitenverhältnis von 1,33:1 (Breite zu Höhe).

Doch wie bekommt man nun sein Bild so schön breit im folgenden Foto?

Dafür gibt es zwei Varianten:

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Spulendornadapter: DS 8 10m Spule auf 16mm Umroller

Spulendornadapter: DS 8 10m Spule auf 16mm Umroller

Jeder, der sich DS 8 oder D8 Filmmaterial von einer großen 30,5m 16mm Tageslichtspule auf kleine Kameraspulen abrollen will, kennt das Problem: Eine 10m D8 Spule passt einfach nicht auf den 16mm Umroller. Es gibt aber zwei “Notlösungen“:

  1. den Film per Hand umrollen (“Handmethode“)
  2. den Film mit irgendeiner Kamera umrollen

Die Handmethode dauert leider ewig, und mit einer Kamera finde ich es einfach unkonventionell. Aber es muss doch eine Lösung geben. Und ja: Die Lösung sind einfach zwei Adapter, die auf  fast jeden 16mm Umroller passen sollten. Der linke ist dafür da, den Spulendorn, auf dem die 30m-Spule sitzt, zu verlängern. Der rechte ist ähnlich wie der linke aufgebaut. Nur, dass dieser die 10m D8-Spule aufnimmt.

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Günstige Entwicklung vom Kodak-Vision: Ein Ersatz für ECN-2 Chemie

Einmal ersteigerte ich eine 120m Rolle Kodak Vision 500T der ersten Generation (Kodak 7279). Dieser Film ist mittlerweile auf vier 16mm 30 TL-Spulen umgerollt. Die lagen jetzt lang genug im Schrank. Ich wollte aber nicht einsehen, dass ich bei Andec für eine ECN-2 Entwicklung über 40€ bezahlen muss, zumal eine Kopie auf Super 8 zusätzlich ins Geld ginge. Man kann Kodaks Farbnegativfilme zwar auch in C-41 Chemie entwickeln, aber da gibt es erhebliche Unterschied in der Zusammensetzung:

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Justage der Empfindlichkeit bei den kleinen Nizos

Justage der Empfindlichkeit bei den kleinen Nizos

Neben den großen Silberlingen von Nizo wie S560 oder der 801 gibt es noch die kleine Baureihe mit kleinen, aber feinen Super8-Kameras wie der 136, S30, S128. Ich liebe meine 156 macro als handliche und leichte Reisekamera. Sie ist hier im Artikel abgebildet.

Das große Manko dieser Kameras ist, dass die Belichtungsautomatik nur für 160/40ASA Kunstlichtfilme ausgelegt ist. Heute sind allerdings 100ASA-Filme am verbreitetsten. Allenfalls der Vision 50D ließe sich halbwegs korrekt mit der Kamera belichten.

Die kleinen Nizos haben nur einen Stift zur ASA-Abtastung. Wird der Stift durch die Kassette gedrückt, wird ein Graufilter vor die Photodiode des Belichtungsmessers geschwenkt. Die Umschaltung zwischen 25/100ASA-Tages- und 40/160ASA Kunstlichteinstellung erfolgt leider auch nur dadurch, dass durch den Tageslichtfilter mitgemessen wird. Es wird zwar durch einen weiteren Stift die Kunstlichkerbe der Kassette ausgelesen, aber es wird dann nur rein mechanisch der Tageslichtfilter ausgeschwenkt gehalten. Es ist nicht so wie bei vielen anderen Kameras, dass durch Wahl der Tageslichteinstellung und gleichzeitigen Ausschwenken des Filters die Kamera auf 100ASA gestellt werden kann. Die Kamera belichtet auf 40/160ASA. So lässt sich keine 100ASA Kassette sinnvoll belichten.

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ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

Es begann vor einen anderthalb Jahren als die verrückte Idee hatte die ORWO C 9165 Chemie selbst anzusetzen. Da gab es nur zwei Probleme:

  1. Da das Rezept auf russisch ist musste ich es übersetzen. Hätte ich nur nicht den doofen Microsofttranslator (BING) genommen… Der übersetzt richtig schlecht. Ein paar Monate später versuchte ich den Google-Übersetzter und siehe da, alle Chemienamen wurden richtig geschrieben.
  2. In dem Prozess wird ein Stoff verwendet, der ugs. CD-1 genannt wird. Der richtige Name ist: Diethyl-p-phenylendiaminsulfat. Das schwer zu beschaffen ist. An dem Punkt gab ich auf… Doch dann (Mrz. 2016) bekam ich es doch…

Als die “CD-1-Quelle“ gesichert war, bestellte ich für rund 110€ Rohchemie. Als alles zusammen war, begann ich damit alles anzusetzen. Als dies getan war, belichtete ich einen ORWO Chrom UT 15 und entwickelte diesen. Er kam blank aus der Entwicklung. Aber davon lies ich mich nicht unterkriegen und belichtete 2 Wochen später noch einen UT 15. Der wurde Perfekt. Seit dem habe ich etliche UT 15, Agfachrome, Revuechrome in diesem Prozess entwickelt. Teilweise gut und schlecht.

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