Persönliche Filmsignaturen

Persönliche Filmsignaturen

Die Urlaubsfilme kommen zurück aus dem Labor. Acht kleine, schwarze Spulen. Der Anfang jeder einzelnen Spule wird begutachtet. Und nun beginnt die Sucherei und das ewige Rätselraten. War man nun am dritten oder am vierten Tag auf dem Kamelmarkt und war die Strandszene nun vorher oder nachher? Wenn man sich nur an die Abfolge erinnern könnte. Kommt das jemandem bekannt vor? Mir ging das immer so.

Laborspulenhaufen

Zugegeben, es waren keine unlösbaren Probleme und man hat eigentlich immer spätestens nach einer halben Stunde klar gesehen. Aber in der halben Stunde gab es Verwirrung ohne Ende, die noch größer wurde, wenn Material mehrerer filmender Personen oder aus mehreren Kameras zusammengeschnitten werden sollten, oder wenn der Urlaub länger dauerte und mehr Spulen zusammen kamen. Fast verrückt wurde ich 1995 nach einem längeren USA-Urlaub und irgend etwas um die 30 oder mehr Super8 Kassetten.

Irgendwann sollte dann endgültig Schluss sein mit dem Schlamassel. Ich nahm mir beschriftete Zettel mit, auf die ich das Datum des „Einlegetages“ und eine fortlaufende Nummer schrieb und am Anfang jeder Kassette kurz abfilmte (mit der Zeit wurden aus den einfachen Zetteln dann Infotafeln mit allerhand technischen Details).

Titlechart

Das Problem verringerte sich. Nun musste man einfach jede Spule testweise einmal in den Betrachter einlegen und den abgefilmten Titelzettel lesen und die fortlaufende Nummer dann auf die Spule schreiben, um diese dann in der richtigen Reihenfolge sortieren zu können.

Doch noch einfacher geht es, wenn der Filmstreifen am Anfang bereits eine persönliche Signatur trägt, die sogar mit bloßem Auge und somit ohne jeglichen Betrachter sichtbar ist. Man wickelt dann nur noch den Weißfilmvorspann jeder Laborspule ab und dort wo der belichtete Film beginnt, steht die fortlaufende Nummer in klar lesbaren Zahlen. Wer mag kann auch noch den eigenen Namen oder andere Informationen dazu packen. Und schon ist die Ordnung perfekt. Alles was dazu benötigt wird, ist eine Kamera mit Einzelbildschaltung und ein selbst zusammen gebundenes DIN A4 Heft. In diesem selbstgebastelten Heft befinden sich Blätter auf denen riesig große Buchstaben ausgedruckt sind (ein einziger Buchstabe pro Blatt). Nun werden die Buchstaben und Zahlen der Reihe nach mit der Einzelbildschaltung abfotografiert. Ein Druck auf den Auslöser, umblättern, Auslöser, umblättern, Auslöser, umblättern… fertig. Innerhalb einer oder zwei Minuten hat man eine persönliche Filmsignatur.

persönliche Filmsignierung

Mein erstes Heft war ein universell verwenbares Heft, in welchem einfach das gesamte Alphabet Buchstabe für Buchstabe nacheinander abgedruckt war. Es sollte mir ermöglichen, zu jeder Gelegenheit einen frei wählbaren Text abzufotografieren. Im Frankreichurlaub sollte auf die erste Kassette also „Frankreich 1998 Nr. 01“ belichtet werden, im Italienurlaub „Italien 2002 Nr. 01“ und so weiter. Ich druckte mir so ein Heft aus und stellte dann fest, dass das Hin- und Hergeblättere im Alphabet beim Abfotografieren des Titels mir derart lästig war, dass ich oft beim Einlegen der neuen Kassette keine große Lust mehr verspürte an dieser Methode festzuhalten. Zudem verlor ein Fotogroßlabor zu dieser Zeit mal ein paar Filme (ich bekam meine Papierabzüge in der Labortüte zurück, aber die Negative fehlten und konnten auch nicht mehr gefunden werden). So kam ich darauf, die Filme urlaubsübergreifend immer mit meinem Namen zu beschriften und die Nummerierung durchgängig fortlaufen zu lassen. Im Falle einer Verwechslung von Auftragstüten und Negativen oder Filmen kann das Labor mit Titeln wie „Frankreich 1998“ nicht viel anfangen, wohl aber mit meinem Namen.

Am besten druckt man sich also genau die Buchstaben aus, die man zur Zusammensetzung des eigenen Namens braucht und zwar genau in der Reihenfolge, in welcher sie benötigt werden. Möchte also jemand seinen Namen „Hans Meier“ als Signatur verwenden, druckt man also die Blätter H – A – N – S – Leerseite – M – E – I – E – R – aus. Es ist zwar verlockend mehrfach vorkommende Buchstaben (z.B. „MEIER“ = zwei mal „E“) nur ein einziges mal auszudrucken, aber das Herumblättern ist so lästig, dass es sich viel mehr empfiehlt, mehrfach vorkommende Buchstaben auch wirklich mehrfach auszudrucken. Das erspart lästiges Hin- und Herblättern beim Abfotografieren.

Bevor man sich aber ans Ausdrucken macht, sollte man überlegen, wie die Buchstaben und Zahlen auf dem Film liegen sollen. Sollen sie beispielsweise von der Filmaußenseite (also der Glanzseite) gelesen werden können, oder von der Filminnenseite aus? Soll die Perforation unten liegen, wenn man den Film aus der Spule heraus zieht, oder oben? Diese Parameter entscheiden, wie man die Buchstaben ausdrucken und in welcher Reihenfolge man sie abfotografieren muss. Man kann da nämlich leider auch einiges falsch machen. Dann sind die Buchstaben spiegelverkehrt, oder kommen in falscher Reihenfolge. Es gibt insgesamt 8 Möglichkeiten, von denen aber nur 4 wirklich sinnvoll sind.

filmstreifentiteleibelichtung

Wenn die Schrift beispielsweise in der selben Richtung gelesen werden soll, wie der Film „vorwärts“ transportiert wird, dann müssen die Buchstaben in der normalen Reihenfolge abfotografiert werden. Soll die Leserichtung der Schrift aber entgegengesetzt der Transportrichtung im Projektor sein, muss man die Buchstaben in umgekehrter Reihenfolge abfotografieren. Das erfordert ein höheres Maß an Konzentration beim Abfotografieren. Wichtig ist auch noch, dass die Buchstaben in jedem Fall im Bild „quer“ liegen müssen, damit sie später bei Horizontallage des Films richtig herum erscheinen.

Filmsignierungsheft


Empfehlen kann ich hier eigentlich nur zwei von den vier sinnvollen Methoden.

A) Die Schrift soll von der Schichtseite (Spuleninnenseite des Filmstreifens) aus in Transportrichtung gelesen werden, die Perforation befindet sich unten:

Die Buchstaben in gewünschter, gut lesbarer Schriftart so ausdrucken, dass jeder Buchstabe eine hochformatige DIN A4 Seite belegt. Es wird empfohlen am Drucker den beidseitigen Druck zu deaktivieren. Bei beidseitiger Bedruckung muss man das Heft beim Abfotografieren für jedes Einzelbild neu positionieren. Das macht die Sache unnötig kompliziert. Jedes Blatt wird nur auf einer Seite bedruckt und auf jeder Seite steht nur ein einziger Buchstabe. Nach den ganzen Buchstaben erfolgt der Ausdruck der Zahlen 0 bis 9. Nun ordnet man die Blätter in der richtigen Reihenfolge an, also Deckblatt-Leerseite-H-A-N-S-Leerseite-M-E-I-E-R-Leerseite-0-1-2-3-4-5-6-7-8-9-Leerseite-Deckblatt und legt den Blattstapel querformatig so vor sich, dass der Buchstabenfuss links ist. Der  Buchstabe liegt auf dem Bauch und blickt nach unten.

R unten fuss links

Jetzt wird die obere Kante des querformatigen Stapels gebunden. Dazu gibt es mehrere im Handel erhältliche Systeme. Ich verwende für solche Sachen gerne die ibiClick-Bindung. Sie ist mehrmals korrigierbar (lässt sich immer wieder auf und zu machen, neue Blätter lassen sich einfügen, alte herausnehmen), ist trotzdem stabil, die Blätter lassen sich problemlos 360° um die Kunststoffspirale herumwickeln. Aber natürlich geht auch nahezu jedes andere System. Weniger geeignet sind nur Systeme, bei denen sich das gebundene Heft nicht komplett „umbiegen“ lässt (z.B. Thermobindemappen, Klemmschienen, o.ä.).

Filmsignierungsheft

Wenn man dann so weit ist, legt man das Heft nun auf den Boden oder den Tisch, richtet die Kamera darauf aus, stellt scharf (wobei eine exakte Scharfstellung hier ausnahmsweise mal gar nicht so wichtig ist, da es ja nur um die Lesbarkeit der Buchstaben im unvergrößerten Zustand geht und leichte Unschärfen mit dem bloßen Auge gar nicht sichtbar sind), berücksichtigt bei der Einstellung der Blende die Tatsache, dass das weiße Blatt den Belichtungsmesser normalerweise zur Unterbelichtung führen würde – man also mit absichtlicher Überbelichtung kompensieren muss. Und dann legt man eine Kassette in die Kamera ein, filmt zur Sicherheit eine Sekunde irgend etwas (zur Überbrückung des Burn Outs am Filmanfang), und dann stellt man die Kamera auf Einzelbildaufnahme und fotografiert je Blatt einmal – so lange, bis man den Namen durch hat und bei der fortlaufenden Nummerierung muss man dann eben in den Zahlenseiten herumblättern und sich Bild für Bild seine Nummer zusammen belichten.

B) Wenn die Schrift von der Glanzseite (Spulenaussenseite des Filmstreifens) in Transportrichtung gelesen werden soll und die Perforation sich oben befindet:

Dann verfahre man wie in Fall A, aber mit dem Unterschied, dass die Buchstaben beim Abfotografieren erstens spiegelverkehrt ausgedruckt sein müssen, zweitens quer auf dem Bauch liegen müssen, also mit Blickrichtung nach unten und drittens der Buchstabenfuss auf der rechten Seite sein muss. Alles andere läuft wie oben beschrieben.

r spiegel unten fuss rechts

Man muss nun nur immer das DIN A4 Heft in der Fototasche mit sich führen, um bei Kassettenwechsel wieder die Signatur aufbelichten zu können.

Ich wende diese Methode seit einiger Zeit an und bin sehr zufrieden. Ein Kassettenanfang von mir sieht üblicherweise (meist so aus):

  1. Name (falls im Labor mal was durcheinander kommt, wird die Zuordnung leichter).
  2. Filmkassettennummer (fortlaufende Zahl, wird von mir in einer Excel Liste gepflegt)

Alle weiteren Informationen werden nicht Buchstabe für Buchstabe belichtet, sondern als Ganzes auf jeweils einer Seite, denn diese Informationen muss man nicht unbedingt mit bloßem Auge und unvergrößert lesen können. Es reicht, wenn es im Betrachter lesbar ist:

  1. Kameramodell
  2. optionaler Vermerk (Film aus Meterware, oder aus DS8 geschnitten)
  3. Jahreszahl/Datum der Verfilmung
  4. Filmhersteller (Kodak, Fuji, Agfa, Orwo, Adox, …)
  5. Filmsorte (E100D, 50D, UN54)
  6. sonstige Vermerke, die sich auf die ganze Kassette beziehen (z.B. Polfilter Dauereinsatz, oder ND Filter, Kamera auf „Kunstlicht“ gestellt – was macht die Belichtungsautomatik?)

Wem das Ausdrucken, Binden, Mitführen eines DIN A4 Heftes zu umständlich ist, aber trotzdem seine Urlaubsfilme gerne der Reihe nach signiert hätte, für den hätte ich noch was ganz Simples in petto. Man kann auch einfach einen Tageskalenderblock mitnehmen (also so ein Abreissblöckchen, bei dem jeder Tag ein eigenes Blättchen mit einer großen Zahl drauf hat). Da filmt man dann am Anfang der ersten Kassette einfach die Zahl EINS vom 1. Januar ab (und zwar querliegend, damit die Zahl die gesamte Breite des Bildes einnehmen kann und somit größer ist, als wenn man nur die Höhe des Bildes nutzt). Danach reisst man den 1. Januar ab. Die zweite Kassette wird am Anfang mit dem 2. Januar kurz abgefilmt (wieder querliegend) und so weiter. Man darf jetzt nur nicht mehr als 31 Kassetten in einem Urlaub verfilmen. 😉

Abwickelhilfe für den Lomo-Tank

Abwickelhilfe für den Lomo-Tank

Abwickelhilfe1

Wohl jeder Selbstverarbeiter kennt das – einer der hakeligsten Schritte bei der Entwicklung mit dem Lomo-Tank ist das abwickeln des noch nassen Filmes auf die Trockenvorrichtung der Wahl. Die nasse Emulsion flutscht nicht sonderlich willig aus ihrer Spur und gerade die Inneren Lagen bewirken beim Abwickeln doch eine beachtliche Beschleunigung der schweren Spindel.
Bisher hielt ich diese beim Abwickeln in der „hohlen Hand“, in der Tat kein ideales Lager, da aber der Winkel der Spindel zur Trockentrommel möglichst konstant gehalten werden muss um keine Emulsion an den Spulenrändern abzuscheren, irgendwie doch auch die einzig praktikable.

Das hat nun ein Ende: Ich habe mir eine kleine Abwickelhilfe erdacht, die man mit wenig Geschick in einer halben Stunde nachbauen kann.

Benötigt wird:

  • ein (gern altes, gebrauchtes, ausgeschlachtetes) Kugellager – einzige Anforderung ist, dass es noch einigermaßen leicht dreht und der Innendurchmesser größer ist als der des Spindeldorns des Lomo-Tanks (an welchem man während der Entwicklung für Drehung sorgt)
  • Ein paar cm Schrumpfschlauch, der etwa auf den Durchmesser des Spindeldorns gebracht wird
  • Epoxydharz und Powerknete
  • Ein geeignetes „Handstück“, bei mir die alte Verpackung eines Forstner-Bohrers

Zunächst schiebt man den Schrumpfschlauch auf den Spindeldorn und schrumpft ihn mit dem Heissluftföhn so, dass er eine schlüssige Aufnahme für den Spindeldorn wird. Anschliessend befestigt man diese Aufnahme mit Powerknete zentrisch im Kugellager. Nach deren Aushärtung sollte man noch mit Epoxydharz verfüllen, um die Scherkräfte besser aufzunehmen. Dabei darf natürlich keine Kleber ins Kugellager gelangen!

Im zweiten Schritt befestigt man das Kugellager auf dem hohlen Handstück (Auch hier wieder: Zwei-Komponenten-Kleber ist sehr gut geeignet).
Fertig!

Nach der letzten Wässerung lässt sich die gesamte, beladene Lomo-Spirale jetzt einfach kopfüber auf das Handstück stecken und der Film sich ohne Kraftaufwand und wechselnde Zugbelastungen abwickeln.

Abwickelhilfe2

Wirkt Wunder – zur Nachahmung empfohlen!

Das etwas andere Filmformat: SuterScope

Das etwas andere Filmformat: SuterScope

Braucht es in der heutigen Zeit nochmals ein neues Filmformat…?

Bevor man diese Frage beantworten kann, muss man zuerst einmal wissen, um was es sich bei SuterScope überhaupt handelt: Es ist ein zur Zeit in der Realisierung befindliches neues Filmformat, das in erster Linie mithelfen soll, das immer teurer werdende Schmalfilmhobby wieder preiswerter zu machen.

Es sind primär die Rohfilmpreise, die immer höher ansteigen, sowie auch das Verschwinden von geeigneten Umkehrmaterialien, die dem Schmalfilm schwer zu schaffen machen. Zwar gibt es noch ausreichend Rohfilm aller Art zu kaufen, aber die Preise, insbesonders für Super-8 Kassetten sind inzwischen auf einem so hohen Level, dass sich so mancher Filmer sein Hobby kaum noch leisten kann.

Diese Tatsache hat mich inspiriert, nach einem Ausweg aus diesem Dilemma zu suchen. Nach intensivem Nachdenken und Recherchieren entstand dann eine Idee, wie man es hinbekommen könnte, erstens deutlich preiswerter und zweitens auch gleich noch in besserer Bildqualität als in Super-8 filmen zu können.

Viele der preiswerten Filmmaterialien, die ich entdeckt habe, sind lediglich in 35mm als normaler Kinofilm erhältlich. Was lag also näher, als sich dieses 35mm Filmformat einmal etwas genauer anzusehen: Ich spielte also mit einem Stück alten 35mm Film ein bisschen herum und liess meinen Gedanken freien Lauf. Schnell wurde mir klar, wie ich es anstellen muss, um zu preiswertem Rohfilm zu kommen:

Mitteilungszentrale

Mitteilungszentrale-1

Der 35mm Film wird der Länge nach aufgesplittet, sodass daraus zwei Filmstreifen entstehen. 35mm geteilt durch zwei ergibt eigentlich 17,5mm, da aber beidseits ausserhalb der Perforation noch jeweils 1,5mm abgetrennt werden, entsteht also ein 16mm breiter Film mit einseitiger Perforation. Dieser 16mm breite Film soll nun mit einem Greiferhub, der dem Abstand eines Perfoloches (4,75mm) entspricht, transportiert werden. Aus solchem Filmmaterial resultiert nun ein Einzelbild, das über die doppelte Grösse gegenüber Super-8 verfügt und gleichzeitig auch noch modernen Seitenverhältnissen bis hin zu 1:2,5 gerecht wird. Das Seitenverhältnis kann von 16:9 bis hin zu Cinemascope variiert werden, je nach Lust und Laune des Filmers.

Aufnahmeseitig kommt eine entsprechend auf SuterScope umgebaute Bolex H8 RX zum Einsatz. Der Aufwand, eine Bolex auf ein anderes Filmformat umzubauen ist längst bekannt, es wurden schon recht viele dieser Kameras von Normal-8 auf Doppel-Super-8 modifiziert. Es braucht mehr oder weniger dieselben Änderungen an der Kamera wie die für DS-8, lediglich die Maße sind nicht dieselben. So ein Umbau ist nicht ganz billig. Da muss jeder selber entscheiden, ob ihm der Aufwand, eine Kamera und natürlich auch einen Projektor auf dieses Filmformat umbauen zu lassen, es wert ist. Die Kosten-Nutzen-Rechnung richtet sich ganz klar nach der Menge an Film, die mit solchen umgebauten Geräten verdreht werden soll.

Auf der Wiedergabeseite ist der Projektor, der natürlich ebenfalls für das neue Filmformat umgebaut werden muss. Filmer, die ihre Aufnahmen nicht direkt vorführen wollen, sondern digital abtasten lassen möchten, können auf den Projektor verzichten, die haben diesbezüglich einen Vorteil und eine Kostenersparnis. Der Umbau eines 16mm Projektors ist aber neben dem Umbau der Kamera recht überschaubar, da gibts weder einen Sucher noch sonstige „Spezialitäten“, die mitberücksichtigt werden müssen.
Ausserdem wird zumindest noch eine 16mm Klebepresse benötigt, die aber relativ einfach auf SuterScope angepasst werden kann: Entweder, man kauft so ein Gerät neu, oder aber man versieht eine bestehende Klebepresse mit vier anderen Nocken, dem 35mm Film entsprechend und nimmt die 16mm Nocken heraus.

Damit sind fürs erste die allerwichtigsten Gerätschaften beschrieben, die es zwingend braucht, will man mit SuterScope günstig filmen. Natürlich kann man die Umbauten auch noch mit einem Betrachter ergänzen, aber das ist nicht zwingend nötig, ein kleines Leuchtpult und eine Lupe können denselben Zweck erfüllen.

Die Kostenfrage für das Rohmaterial „Film“ war ja bekanntlich der Auslöser für dieses Projekt. Also sehen wir mal, wie dieser Aspekt aussieht. Dazu nehmen wir ganz einfach ein aktuelles Beispiel, den „Agfa Aviphot Chrome 200“ Farbumkehrfilm:

Quellmaterial Länge Preis Laufzeit
Super-8 Kassette = 15m = €23.- = 3’20 bei (18 Frames)
30m 35mm Rolle (gesplittet) = 60m = €50.- = 11,6 Min (18 Frames)

Umgerechnet kostet also das Filmmaterial für eine Laufzeit von 10 Minuten bei18 B/sec:

Super-8 = 69,- € (gerundet) 1 Stunde = €414.-
SuterScope = 44.- € (gerundet) 1 Stunde = €264.-

Auch wenn es bei gewissen Filmemulsionen nicht zu einer Verbilligung gegenüber Super-8 kommt, ist doch davon auszugehen, dass 35mm Filmmaterial wesentlich länger lieferbar sein wird als Super-8 Kassetten. SuterScope Filmer wird man also auch dannzumal hoffentlich noch antreffen, wenn andere Filmer ihre Kassettenkameras längst wegen nicht mehr lieferbaren Kassettenmaterials in ihrer Vitrine stehen lassen müssen.

Viele weitere technische Details und zusätzliche Information aller Art findet man im Filmvorführerforum. Dort wird auch detailliert beschrieben, wie man SuterScope auf recht einfache Weise mit Ton versehen kann, dies trotz fehlendem Platz für eine Tonspur bei voller Cinemascopebreite des Filmbildes.

Der ursprüngliche Name Suter-16 wird neu kontinuierlich in SuterScope umbenannt. Das Wort Scope entspricht eher dem breiten Filmbild des neuen Formats als die blosse Zahl 16, die ja eigentlich nur die Filmbreite angibt.

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Filmkamera-Modell eines Fünfjährigen

Filmkamera-Modell eines Fünfjährigen

Vor kurzem hat mich mein fünfjähriger Sohn mit einem speziellen Geschenk, einer selbstgebastelten Filmkamera überrascht.
Das Modell besticht durch die klare geometrische Grundform von drei waagrecht übereinander angeordneten Zylindern und steht den Design-Qualitäten etwa der Modelle eines Dieter Rams in nichts nach.
Man sieht, die Filmbegeisterung des Vaters ist also wohl auch schon in den Augen des Sohnes etwas besonderes.

Der Filmkamera-Prototyp des Sohnes - mit den technischen Wunschvorstellungen des Vaters

Der Filmkamera-Prototyp
des Sohnes – mit den technischen Wunschvorstellungen des Vaters

Filmsortierbrett für klassischen Filmschnitt

Filmsortierbrett für klassischen Filmschnitt

Zum Sortieren der einzelnen Szenen beim klassischen Filmschnitt mit Schere und Klebepresse kann folgender Eigenbau gute Dienste leisten.
Vor allem bei längeren Filmstreifen hilft er, Filmsalat zu vermeiden.

Man nehme eine Hartfaserplatte, z.B. ein Reststück aus der Grabbelkiste im Baumarkt und
-je nach Größe des Filmsortierers- 15 bis 40 Stück Laborspulen-Plastikringe.
Die einzelnen Reihen der Plastikringe mit Bleistift aufreißen, Plastikringe mit doppelseitigem Klebeband fixieren und die einzelnen Ablageringe mit Zahlen beschriften.
Fertig.

Beim abgebildeten Beispiel wurde als Grundplatte die ausrangierte Rückwand eines Bilderrahmens verwendet

Beim abgebildeten Beispiel wurde als Grundplatte die ausrangierte Rückwand eines Bilderrahmens verwendet

Günter Stark und sein selbstgebauter 35mm Projektor

Günter Stark und sein selbstgebauter 35mm Projektor

In diesem wunderbaren Kurzfilm, den Olaf Carls auf seiner inhaltlich einzigartig lesenswerten Webseite geht es um Günter Stark, der – neben vielen anderen unglaublichen Selbstbauprojekten – auch seinen eigenen, tragbaren 35mm Filmprojektor entworfen und gebaut hat. Das schönste daran: Die Dokumentation wurde 1990 vom Erfinder selbst gedreht. Welch wunderbare Rekursion!

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Lego Technic Super-8 Projektor

Lego Technic Super-8 Projektor

Lego Technic ist das beste Spielzeug der Welt. Mit Lego ist nämlich eigentlich alles möglich, zumindest konzeptionell. In den letzten 20 Jahren hat sich ein guter Kubikmeter dieser etwas spezialisierteren Legosteine bei mir angesammelt und wird zwar zu selten, aber doch regelmässig ausgekippt und verwendet. In der letzten Zeit war es mein Technik- und Schmalfilmbegeisterter Sohn Kalle, der mich vermehrt zu Legoabenden überredete.

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Ständer für 15m Laborspulen

Ständer für 15m Laborspulen

Ordnung und Überblick leicht gemacht

Ordnung und Überblick leicht gemacht

Einen 10mm Rundstab, ein Sperrholzplättchen und etwas Leim, ggf. noch ein wenig Farbe – mehr braucht es nicht, um auch die kleinen 15m Spulen ordentlich im Filmregal unterbringen zu können.  Es ist zweckmässig, die Laborspulen auf ihrem Schutzring zu beschriften, um einen gewünschten Film schnell zu finden.

Konfektionierhilfe für Super-8 Meterware (alt)

Konfektionierhilfe für Super-8 Meterware (alt)

Durch Einsatz von Super-8 Meterware lässt sich einiges an Geld sparen, so kosten 72,5m „Wittner: CHROME 200D“ nur €49,90 – was einem Kassettenpreis von gut 10€ entspricht. Neben einer geeigneten Leerkassette und etwas Übung benötigt man dabei auch eine Möglichkeit, vom gelieferten Rohfilmkern Wickel von 15m abzulängen, die dann in die enge, komplizierte Kassette passen.

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Klebepressenturbo

Klebepressenturbo

Die Motorklebepressen von Hähnel und auch die entsprechenden Lizenzbauten sind beliebte Helfer bei Schmalfilmern. Eine gut justierte Klebepresse liefert in Windeseile hervorragende Nassklebestellen, neue Schleifsteine mit extrem hoher Haltbarkeit sind bei Wittner erhältlich. Wenn da nur das Thema mit den Batterien nicht wäre.

Die beliebte Hähnel Motorklebepresse

Die beliebte Hähnel Motorklebepresse

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