Spulendornadapter: DS 8 10m Spule auf 16mm Umroller

Spulendornadapter: DS 8 10m Spule auf 16mm Umroller

Jeder, der sich DS 8 oder D8 Filmmaterial von einer großen 30,5m 16mm Tageslichtspule auf kleine Kameraspulen abrollen will, kennt das Problem: Eine 10m D8 Spule passt einfach nicht auf den 16mm Umroller. Es gibt aber zwei ”Notlösungen”:

  1. den Film per Hand umrollen (”Handmethode”)
  2. den Film mit irgendeiner Kamera umrollen

Die Handmethode dauert leider ewig, und mit einer Kamera finde ich es einfach unkonventionell. Aber es muss doch eine Lösung geben. Und ja: Die Lösung sind einfach zwei Adapter, die auf  fast jeden 16mm Umroller passen sollten. Der linke ist dafür da, den Spulendorn, auf dem die 30m-Spule sitzt, zu verlängern. Der rechte ist ähnlich wie der linke aufgebaut. Nur, dass dieser die 10m D8-Spule aufnimmt.

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E6 für Ektachrome VNF Filme optimieren

E6 für Ektachrome VNF Filme optimieren

In den 70er Jahren gab es von Kodak eine ganze Palette Filme aus der VNF-Reihe, zumeist im 16mm Format. VNF steht dabei für “Video News Film”, trotz des Namens natürlich chemischer Film. VNF war vor allen für die schnelle Dokumentation gedacht. Die Materialien sind schnell (bei Typ 7251 immerhin 400 ASA Tageslicht, eine gern genommene Empfindlichkeit), recht flach (was der Sendbarkeit zugute kam) und waren zudem relativ leicht und schnell zu entwickeln (kein Remjet, zudem ein Prozess, den man ggf. auch mit kochender Chemie fahren konnte, wenn es sehr eilig war). Körnig sind sie auch, denn für Sendungen in den damaligen Fernsehstandards spielte das Korn keine Rolle. Read More

Ella von Sinnen: Mehr Experimente mit VNF und dem Century 3.5mm/1.8

Ella von Sinnen: Mehr Experimente mit VNF und dem Century 3.5mm/1.8

Schon abgelaufen als ich auf die Welt kam unddazu noch hochempfindlich — der Eastman Ektachrome 7251 hat enorme 400 ASA (bei Tageslicht) und offenbar auch keine Empfindlichkeit eingebüßt. Ein bisschen “fogging”, also duftige Farben hat er natürlich bekommen — und heftiges Korn.
Für Experimente mit meinem neuen Fisheye-Objektiv aber genau das richtige. Und nun weiß ich wenigstens, dass (und wie) ich die verbliebenen 90m dieses Materials in Zukunft einsetzen kann.

[responsive_vimeo http://vimeo.com/98180340]

Mit der Bolex im Narrenturm

Mit der Bolex im Narrenturm

Das Wettbewerbsprogramm der 15. Schmalfilmtage in Dresden.
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Zum Abschluss der 15. Schmalfilmtage stand am vergangenen Samstagabend der Wettbewerb auf dem Programm.
Von 132 eingereichten Arbeiten wurden nach einer internen Vorauswahl durch das Festival-Team 13 Filme im Wettbewerbsprogramm gezeigt.
Einziger gemeinsamer Nenner dieser Filme war, daß alle im Original auf Schmalfilm, also auf 8mm (Super8) oder 16mm breitem Filmmaterial gedreht wurden. Die weitere Bearbeitung der Filme fand zum überwiegenden Teil nach Abtastung des Filmmaterials in digitaler Form statt.
So wurden lediglich zwei 16mm-Filme und ein Film im Super8-Format traditionell mit Filmprojektor vorgeführt. Alle anderen Filme wurden als digitale Datei über Beamer gezeigt.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkkonstruktion der Motorenhalle. Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum EInsatz.

Die Projektoren-Armada der Schmalfilmtage unter der historischen Dachkonstruktion der Motorenhalle.
Beim Wettbewerbsprogramm kamen die Gerätschaften leider kaum zum Einsatz.

Hintergrund, Entstehung und Anspruch der gezeigten Filme hätte nicht unterschiedlicher sein können.
Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Katrin Küchler -Festivalleitung Filmfest Dresden, Naren Wilks -Künstler und Filmemacher aus England (unmittelbar vor dem Wettbewerbsprogramm mit einer eigenen Werkschau vertreten) und Hannes Schönemann -Regisseur/Filmemacher aus der ehemaligen DDR, hatte so die schwierige Aufgabe Filme miteinander zu vergleichen, die letztlich nicht vergleichbar sind:
Von einer Profi-Produktion der HFF München über Musikvideos, Experimentalfilme, Found-Footage-Mash-Ups bis hin zu den Amateur-Schmalfilmen von David Pfluger und Dagie Brundert reichte das Spektrum der gezeigten Filme.

“The HandEye (Bone Ghosts)” von Anja Dornieden und Juan David Gonzales Monroy (was für ein Name für einen Filmemacher!) wurde von der Jury zum Gewinner des Wettbewerbs gekürt.
Eine bewusst mutige Entscheidung für einen Film, der konsequent analoge Filmtechnik und vor allem experimentelle Selbst-Entwicklungstechniken verwendet, um damit sein sperriges Thema zu gestalten.
Mit bei der späteren Filmentwicklung verfremdeten Aufnahmen von beklemmend-morbiden Artefakten aus drei Wiener Museen, darunter die pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm wird im wahrsten Sinne des Wortes der Geist einer spiritistischen Sitzung des Dichters Robert Musil mit Sigmund Freud Anfang des 20. Jahrhunderts beschworen.
Jegliche Foto- und Filmaufnahmen sind im Narrenturm verboten. Die Aufnahmen mit einer Bolex H16 wurden dort heimlich gemacht.
Dies wurde von den beiden persönlich anwesenden Filmemachern auf sehr angenehm zurückhaltende und bescheidene Weise anschaulich geschildert.
Auch die von ihnen bei der Selbstentwicklung des S/W-Filmmaterials eingesetzten Solarisations- und Negativ/Positiv-Techniken wurden von ihnen kurz angerissen.
Die Entwicklung des Filmmaterials wurde von den beiden Filmemachern im LaborBerlin ausgeführt, einem Filmkollektiv mit eigener Laborausstattung, dem sie seit 2010 angehören.
Der Preisträger-Film wurde selbstverständlich als 16mm-Filmprojektion mit Filmprojektor vorgeführt.

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Von der Spule auf die Scheibe: Grandma Lo-Fi

Von der Spule auf die Scheibe: Grandma Lo-Fi

In dieser Kolumne stellen wir 8mm-Filme vor, die auf DVD veröffentlicht wurden. Der Anfang wurde in Schmalfilm (5/2011, 2/2012, 1/2013) gemacht, nun geht es hier weiter.

Grandma Lo-Fi, DVD-Hülle

Grandma Lo-Fi: DVD-Hülle

Grandma Lo-Fi: The Basement Tapes of Sigrídur Níelsdóttir
Island 2011, 63 min.
Regie: Orri Jónsson, Kristín Björk Kristjánsdóttir, Ingibjörg Birgisdóttir

Im Alter von 70 fand die in Island lebende Dänin Sigrídur Níelsdóttir zu ihrer Berufung. Innerhalb von sieben Jahren nahm sie 687 selbstkomponierte Lieder auf Audiocassetten auf, zuhause, mit halbautomatischer Akkord- und Rhythmusbegleitung ihres Casio-Keyboards und Geräuscheffekten aus Küchenutensilien. Insgesamt 59 CDs entstanden so. Daneben gestaltet Níelsdóttir, im selben fröhlichen Hausmacherstil, Fotocollagen. Dies brachte ihr schnell Kultstatus unter Musikern und Künstlern in Island ein, ähnlich dem Berliner Selfmade-Beatle und Super 8-Filmer Klaus Beyer.

Jahre lang begleiteten die Musiker und Künstler Kristín Björk Kristjánsdóttir, Orri Jónsson und Ingibjörg Birgisdóttir “Grandma Lo-Fi” mit der 16mm- und Super 8-Kamera, rekonstruierten ihren Lebensweg und führten zahlreiche Gespräche. Heraus kam ein gut einstündiger Dokumentarfilm, der nicht nur redende Köpfe zeigt, sondern auch durch zahlreiche Kurzanimationen im bunt-naiven Stil von Níelsdóttirs Collagen aufgelockert ist. In den besten Momenten ufert das in kinderbuchartige Phantastik aus. Zwischendurch singen isländische Musiker in farbenfrohen Kurzvideos Hommagen an die Frau, die 2011 verstarb – noch vor der Uraufführung beim Rotterdamer Filmfestival.

Sigrídur Níelsdóttir beim Musizieren.

Sigrídur Níelsdóttir beim Musizieren.

Wie man im Trailer unten sieht, hat der Film Charme und ist liebevoll gemacht. Die Macherinnen setzten Super 8 und 16mm überzeugend als Äquivalent von Níelsdóttirs Cassettenaufnahmen und analoger Amateurästhetik ein. Auch in der DVD-Fassung ist das Material so digitalisiert, dass Filmkorn und Kratzer sichtbar bleiben. Ton und Filmschnitt sowie Licht und Kameraführung der 16mm-Aufnahmen sind professionell.

Bemängeln kann man jedoch, dass der Film zu weiten Teilen belanglos-nett vor sich hinplätschert. “Nett” ist auch das passende Attribut für die Musik und die Bilder der Grandma Lo-Fi, denen – wie man am Ende erfährt – freikirchliche Bibellektüre vorausging. Da die Adventisten, denen Níelsdóttir anhing, teilweise zum christlichen Fundamentalismus gezählt werden können, hätte man sich von den Filmemachern etwas weniger Konsenssauce und zumindest leises Nachhaken gewünscht. Außergewöhnlich ist an Níelsdóttirs Schaffen ansonsten die schiere Quantität. Sieht man davon ab, ist trocken festzustellen, dass es interessantere Outsiderkünstler gibt, und zwar auch unter den Naiven und nicht-Psychotikern (wie z.B. den schon genannten Klaus Beyer).

Grandma Lo-Fi: Trailer

Angebracht ist auch ein technischer Warnhinweis an alle Hardcore-Analogfilmer unter unseren Lesern: “Grandma Lo-Fi” wurde zwar auf Schmalfilmmaterial gedreht, aber digital geschnitten und als HD-Video gemastert und vorgeführt. Bis auf ein paar putzige Super 8-Stoptricks stammen auch die meisten Animationen aus dem Rechner. Störend ist das nicht. Was aber nervt, ist der billige Pseudo-Schmalfilm-Digitalfilter auf den Hommage-Clips der isländischen Musiker.

“Grandma Lo-Fi” dreht immer noch seine Runden auf zahlreichen kleineren und mittelgroßen Filmfestivals und konnte eine Reihe von Preisen einheimsen. Die hier besprochene DVD-Fassung wurde vom Filmfestival Rotterdam verlegt und ist bislang die einzige, die man kaufen kann. Leider bietet sie nur niederländische Untertitel unter dem dänischen und isländischen Originalton.

Originaltitel: Amma Lo-Fi
Isländisch & Dänisch mit niederländischen Untertiteln
DVD, 2012
Tiger Releases, herausgegeben vom International Film Festival Rotterdam, Distributor: Filmfreak, Amsterdam
Erhältlich für 16,90 EUR u.a. bei bol.com

Spulendornadapter Super 8 auf 16mm

Spulendornadapter Super 8 auf 16mm

16mm Umroller sind recht einfach und günstig zu haben – bei Super 8 sieht es leider anders aus. Zwar kann man gelegentlich einen Betrachter zweckentfremden, dieser lässt sich aber nicht einfach standsicher am Tisch befestigen, scheitert bei großen Filmspulen und neigt bei größeren Kräften zum Zusammenklappen. Read More

Konfektionierungshilfe für 16mm Meterware

Konfektionierungshilfe für 16mm Meterware

Harald Müller aus dem Filmvorführerforum erhielt, wie dieser Tage viele Filmende, kürzlich größere Mengen Agfa Aviphot Chrome 200D aus einer Sammelbestellung. Das ungemein günstige Material muss allerdings noch auf 30,5m Tageslichtspulen konfektioniert werden, natürlich in völliger Dunkelheit. Der Bastler hat sich mit ein paar einfachen Teilen aus der Bastelkiste und dem Baumarkt hierzu eine Konfektionierungshilfe gebastelt, die sogar im (großzügig dimensionierten) Dunkelsack anwendbar ist.

Tolle Sache zur Nachahmung empfohlen!

Dieser Dorn aus einem alten Plattenspieler nimmt dessen Plattenteller und den Rohfilmwickel auf.

Dieser Dorn aus einem alten Plattenspieler nimmt dessen Plattenteller und den Rohfilmwickel auf.

Die Achse für die 30,5m Tageslichtspule ist einem alten Potentiometer entnommen...

Die Achse für die 30,5m Tageslichtspule ist einem alten Potentiometer entnommen…

...auf das ein Vierkant Messingrohr (8mm Kantenlänge) gesteckt wird.

…auf das ein Vierkant Messingrohr (8mm Kantenlänge) gesteckt wird.

Als "Teller" für die aufnehmende Spule dient der Körper einer alten Lochsäge.

Als “Teller” für die aufnehmende Spule dient der Körper einer alten Lochsäge.

Hier die verleimte Konstruktion mit aufgesetztem  Plattenteller...

Hier die verleimte Konstruktion mit aufgesetztem Plattenteller…

...und – auf gleicher Höhe montiert – der Aufnahmeseite...

…und – auf gleicher Höhe montiert – der Aufnahmeseite…

...welche die Tageslichtspule aufnimmt.

…welche die Tageslichtspule aufnimmt.

Praktisch: Eine Wäscheklammer hält den Anfang des Filmwickels fest.

Praktisch: Eine Wäscheklammer hält den Anfang des Filmwickels fest.

Eine kleine, improvisierte Kurbel erlaubt schnelles und sicheres Umspulen.

Eine kleine, improvisierte Kurbel erlaubt schnelles und sicheres Umspulen.

Je nach Rohware sollte man die Lage der Perforation beachten und ggf. einmal vom Bobby auf eine 360m Filmspule umspulen, damit die Perforation am Ende auch auf der richtigen Seite liegt. Bei 2R Material ist das natürlich kein Problem.

Das etwas andere Filmformat: SuterScope

Das etwas andere Filmformat: SuterScope

Braucht es in der heutigen Zeit nochmals ein neues Filmformat…?

Bevor man diese Frage beantworten kann, muss man zuerst einmal wissen, um was es sich bei SuterScope überhaupt handelt: Es ist ein zur Zeit in der Realisierung befindliches neues Filmformat, das in erster Linie mithelfen soll, das immer teurer werdende Schmalfilmhobby wieder preiswerter zu machen.

Es sind primär die Rohfilmpreise, die immer höher ansteigen, sowie auch das Verschwinden von geeigneten Umkehrmaterialien, die dem Schmalfilm schwer zu schaffen machen. Zwar gibt es noch ausreichend Rohfilm aller Art zu kaufen, aber die Preise, insbesonders für Super-8 Kassetten sind inzwischen auf einem so hohen Level, dass sich so mancher Filmer sein Hobby kaum noch leisten kann.

Diese Tatsache hat mich inspiriert, nach einem Ausweg aus diesem Dilemma zu suchen. Nach intensivem Nachdenken und Recherchieren entstand dann eine Idee, wie man es hinbekommen könnte, erstens deutlich preiswerter und zweitens auch gleich noch in besserer Bildqualität als in Super-8 filmen zu können.

Viele der preiswerten Filmmaterialien, die ich entdeckt habe, sind lediglich in 35mm als normaler Kinofilm erhältlich. Was lag also näher, als sich dieses 35mm Filmformat einmal etwas genauer anzusehen: Ich spielte also mit einem Stück alten 35mm Film ein bisschen herum und liess meinen Gedanken freien Lauf. Schnell wurde mir klar, wie ich es anstellen muss, um zu preiswertem Rohfilm zu kommen:

Mitteilungszentrale

Mitteilungszentrale-1

Der 35mm Film wird der Länge nach aufgesplittet, sodass daraus zwei Filmstreifen entstehen. 35mm geteilt durch zwei ergibt eigentlich 17,5mm, da aber beidseits ausserhalb der Perforation noch jeweils 1,5mm abgetrennt werden, entsteht also ein 16mm breiter Film mit einseitiger Perforation. Dieser 16mm breite Film soll nun mit einem Greiferhub, der dem Abstand eines Perfoloches (4,75mm) entspricht, transportiert werden. Aus solchem Filmmaterial resultiert nun ein Einzelbild, das über die doppelte Grösse gegenüber Super-8 verfügt und gleichzeitig auch noch modernen Seitenverhältnissen bis hin zu 1:2,5 gerecht wird. Das Seitenverhältnis kann von 16:9 bis hin zu Cinemascope variiert werden, je nach Lust und Laune des Filmers.

Aufnahmeseitig kommt eine entsprechend auf SuterScope umgebaute Bolex H8 RX zum Einsatz. Der Aufwand, eine Bolex auf ein anderes Filmformat umzubauen ist längst bekannt, es wurden schon recht viele dieser Kameras von Normal-8 auf Doppel-Super-8 modifiziert. Es braucht mehr oder weniger dieselben Änderungen an der Kamera wie die für DS-8, lediglich die Maße sind nicht dieselben. So ein Umbau ist nicht ganz billig. Da muss jeder selber entscheiden, ob ihm der Aufwand, eine Kamera und natürlich auch einen Projektor auf dieses Filmformat umbauen zu lassen, es wert ist. Die Kosten-Nutzen-Rechnung richtet sich ganz klar nach der Menge an Film, die mit solchen umgebauten Geräten verdreht werden soll.

Auf der Wiedergabeseite ist der Projektor, der natürlich ebenfalls für das neue Filmformat umgebaut werden muss. Filmer, die ihre Aufnahmen nicht direkt vorführen wollen, sondern digital abtasten lassen möchten, können auf den Projektor verzichten, die haben diesbezüglich einen Vorteil und eine Kostenersparnis. Der Umbau eines 16mm Projektors ist aber neben dem Umbau der Kamera recht überschaubar, da gibts weder einen Sucher noch sonstige „Spezialitäten“, die mitberücksichtigt werden müssen.
Ausserdem wird zumindest noch eine 16mm Klebepresse benötigt, die aber relativ einfach auf SuterScope angepasst werden kann: Entweder, man kauft so ein Gerät neu, oder aber man versieht eine bestehende Klebepresse mit vier anderen Nocken, dem 35mm Film entsprechend und nimmt die 16mm Nocken heraus.

Damit sind fürs erste die allerwichtigsten Gerätschaften beschrieben, die es zwingend braucht, will man mit SuterScope günstig filmen. Natürlich kann man die Umbauten auch noch mit einem Betrachter ergänzen, aber das ist nicht zwingend nötig, ein kleines Leuchtpult und eine Lupe können denselben Zweck erfüllen.

Die Kostenfrage für das Rohmaterial „Film“ war ja bekanntlich der Auslöser für dieses Projekt. Also sehen wir mal, wie dieser Aspekt aussieht. Dazu nehmen wir ganz einfach ein aktuelles Beispiel, den „Agfa Aviphot Chrome 200“ Farbumkehrfilm:

Quellmaterial Länge Preis Laufzeit
Super-8 Kassette = 15m = €23.- = 3’20 bei (18 Frames)
30m 35mm Rolle (gesplittet) = 60m = €50.- = 11,6 Min (18 Frames)

Umgerechnet kostet also das Filmmaterial für eine Laufzeit von 10 Minuten bei18 B/sec:

Super-8 = 69,- € (gerundet) 1 Stunde = €414.-
SuterScope = 44.- € (gerundet) 1 Stunde = €264.-

Auch wenn es bei gewissen Filmemulsionen nicht zu einer Verbilligung gegenüber Super-8 kommt, ist doch davon auszugehen, dass 35mm Filmmaterial wesentlich länger lieferbar sein wird als Super-8 Kassetten. SuterScope Filmer wird man also auch dannzumal hoffentlich noch antreffen, wenn andere Filmer ihre Kassettenkameras längst wegen nicht mehr lieferbaren Kassettenmaterials in ihrer Vitrine stehen lassen müssen.

Viele weitere technische Details und zusätzliche Information aller Art findet man im Filmvorführerforum. Dort wird auch detailliert beschrieben, wie man SuterScope auf recht einfache Weise mit Ton versehen kann, dies trotz fehlendem Platz für eine Tonspur bei voller Cinemascopebreite des Filmbildes.

Der ursprüngliche Name Suter-16 wird neu kontinuierlich in SuterScope umbenannt. Das Wort Scope entspricht eher dem breiten Filmbild des neuen Formats als die blosse Zahl 16, die ja eigentlich nur die Filmbreite angibt.

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