Elmo Album – the luxury “click & whir”. A repair report

Die “Elmo Album” ist eine recht seltene Super 8 Kamera — und das ist schade, denn sie hat einige wirkliche Besonderheiten. Das besonderste (und zugleich heute irrelevanteste) ist wohl, dass sie zur Familie der “Agfa Family” Geräte gehört — ein System, das Elmo ja mitentwickelt hat. Was das bedeutet? Um es mit dem damaligen Werbeträger Karl Dall zu sagen: Die Kamera kann “Click und Surr”, also Filmen und auch Fotos machen. Drückt man die gelbe Taste oben auf der Kamera, wird nur ein Einzelbild belichtet. Des weiteren wir das Einzelbild in Perforationsnähe von einer roten LED markiert. Der Agfa Family Betrachter hält so an diesem Einzelbild für ein paar Sekunden an. Soweit ich weiss, ist die Elmo Album die einzige mit diesem System kompatible Kamera, auf der nicht “Agfa Family” steht.

Eine interessantere Besonderheit ist aber ihre Optik. Das sehr scharfe Fix-Focus-Objektiv (wunderbar falsch und irreführend übersetzt mit “Focus Free”, siehe Bilder) hat nicht nur eine große Lichtstärke von f/1.2, es ist mit seiner Brennweite von 4,6mm auch sehr weitwinklig; nahezu so weitwinklig wie eine Nizo mit montierter UWL. Nur eben viel kleiner, und ausserdem schärfer. Interessant ist, dass der wegklappbare Vorsatz kein Weitwinkelvorsatz, sondern ein Televorsatz ist.

Filmfreund Guy aus Luxemburg lief mit seiner Elmo Album (mit abgebautem Vorsatz, also immer weitwinklig) einige Jahre in Deidesheim über die Börse und dokumentierte das dortige Geschehen. Leider habe ich seine Filme nie gesehen, aber seine Begeisterung für diese kleine Allround-Kamera noch deutlich im Ohr. Trotz Suchauftrag über viele Jahre ist mir bei ebay bis heute nicht eine einzige dieser Kameras begegnet. Auch in Deidesheim habe ich nie eine zum Verkauf gesehen. Nachdem ich diesen Missstand im Forum neulich beklagte, kontaktierte mich ein freundlicher, sammelnder, und leiser Mitforent und bot mir eine Elmo Album zum Kauf an — zu einem ausgesprochenen Freundschaftspreis!

Da beim zum Verkauf angedachten Modell aber die Batteriefachverriegelung fehlte, legte er sogar noch eine zweite, identische Kamera obendrauf — in dieser waren allerdings Batterien ausgelaufen (und steckten auch noch drin), dafür war die Batteriefachverriegelung noch in Takt.

Nach einem temporären Klebeband-Fix und einem erfolgreichen Testeinsatz bei der Filmbörse 2019 in Deidesheim machte ich mich an die Reparatur. Glücklicherweise gelang es mir, beide Kamera wieder voll funktionsfähig zu machen. Hier nun die Dokumentation der erfolgreichen OP!

Genial an der Elmo Album ist der hohle, ergonomische Handgriff, der per Tastendruck komplett verschwindet, indem er sich federgestützt um den Kameraboden legt. Unter ihm liegen die ersten vier Schrauben, die es zu entfernen gilt.
Auf jeder Seite befinden sich zwei dieser Schrauben. Sie sind alle vier identisch.
Voilà, schon lösen sich Handgriff und Batteriefach. Jetzt konnte ich die vier festklemmenden, ausgelaufenen AA-Batterien entfernen und der alkalischen Schmodder entfernen. Ähnlich wie bei den frühen Leicinas, allerdings nicht ganz so dramatisch, ist das Batteriefach der Elmo Album für die heutigen AA-Zellen etwas zu eng. Mit etwas ausprobieren findet man aber Zellen, die gut passen — meine weissen Eneloops machten zum Beispiel keine Probleme.
Vermutlich nicht nötig, aber auch nicht schädlich: Um die Kamera ganz öffnen zu können, habe ich auch den Televorsatz entfernt. Das geht ganz leicht mit einer Schraube, die sich nach wenigen Umdrehungen mit etwas Kraft herausziehen lässt. Wenn man (wie Guy) immer nur Weitwinkel möchte, spart man so Gewicht und hat beim Hantieren keinen abgeklappten Vorsatz im Weg.
Der herausgezogene Stift. Ich habe eine Flachzange verwendet, denn er sitzt recht stramm, damit nichts klappert.
Die nächsten Schrauben verstecken sich unter der Belederung an der Kameraoberseite. Keine Sorge, die lies sich mit einem Spudger aber sehr leicht anheben und entfernen. Der Klebstoff blieb sogar noch klebrig genug, um die Belederung danach einfach wieder aufzubringen.
Vier Schrauben sind zu entfernen…
…und sie will immer noch nicht auseinander. Ebenfalls mit dem Spudger muss noch diese kleine Zierplatte vom Objektiv entfernt werden. Achtung: Möglichst nicht verbiegen.
Man sieht die wenigen Klebepunkte. Ich habe die Platte am Ende mit neuem 3M-Doppelklebeband wieder aufgebracht.
Vier weitere Schrauben werden so freigelegt und sind zu entfernen
Als letztes muss das “ELMO” Schild noch abgeklipst werden, dann lässt sich die Kamera endlich beidseitig öffnen.
Achtung: Die gelbe Taste fällt einem nebst Zierring entgegen. Kein Problem, aber beim Zusammenbau nicht vergessen, sie wieder einzusetzen!
Dies ist die Seite, die und interessiert. Ganz links unten sieht man ein schwarzes Kabel vom Batteriefach kommen. Obwohl es intakt aussah, bestand kein Kontakt mehr zwischen dem Minuspol (Feder) des Batteriefachs und der Platine, die hier damit verbunden ist.
Ein näherer Blick zeigt es: Das schwarze Kabel bestand nur noch aus Isolation. Das Alkali der leeren Batterei hat sich nicht nur durch deren Zinkbecher, sondern auch durch diese Leitung gefressen. Es ist kein Gramm Kupfer übrig geblieben. Wer genau hinsieht, erkennt, dass sogar die Leiterbahn auf der Platine angegriffen ist. Das untere Ende des schwarzen Kabels hat sich beim Hantieren vom Batteriefach gelöst und baumelt in der Luft.
Flugs ein neues Kabel angelötet und verlegt… das ist nicht schwer. Es ist nur etwa 7cm lang.
Das andere Ende wird an die (gründlich gereinigte) Kontaktfeder des Minuspols angelötet. Diese hatte sich zum Glück noch nicht zersetzt. Ggf. wäre sie aber auch recht leicht zu ersetzen.
Das neue Kabel und die wieder eingesetzte Kontaktfeder. Ich habe sie zusätzlich mit einem Krümel Sugru fixiert (hier nicht sichtbar). Das Sugru brauchte ich später eh noch.
Damit war die erste der beiden Kamera wieder vollständig instand gesetzt!
Hier nun das Batteriefach der zweiten Kamera. Bei dieser musste ich nur die ersten vier Schrauben entfernen, da der Schaden am Batteriefach ist. Es fehlt die Sperrnase, die mit einem ((ebenfalls verlorenen) Daumenrad von aussen drehbar wäre. Den Ersatz habe ich aus FR4 Platinenmaterial gesägt, das dieses sehr stabil ist und mit 1,6mm auch genau die richtige Dicke hat.
Hier ebenfalls zu sehen das aus dem gleichen Material gesägte, angehende Daumenrad. Beide Teile sind passgenau doppelt gelocht (0,8mm), da ich zwischen ihnen eine kraftschlüssige Verbindung herstellen muss. Es ist mir dank Nieten nämlich nicht gelungen, den Batteriefachdeckel so zu zerlegen, dass ein Teil im ganzen einsetzbar wäre.
Hier löte ich “zwei Achsen” Draht ein, um die Verschlussnase später drehen zu können.
…und verlötet. Das gelbe Kaptonband hielt den Lötzinn davon ab, an der Nase hochzulaufen — sie wäre sonst zu dich geworden.
Zugegebenermaßen eine wacklige Hilfskonstruktion, aber zur Montage hat es absolut gereicht: Die Verschlussnase ist in den Deckel bereits eingesetzt und fixiert. das zukünftige “Daumenrad” ist aufgelegt, fixiert und wird gleich verlötet. Die überstehenden Drahtenden wurden danach abgeknipst. So ist eine spielfreie, kraftschlüssige Verbindung entstanden.
Der Test: Ausgefahrene Nase, die Klappe ist so verschlossen…
…und nach einem Fimgerdreh ist die Nase zur Seite geklebt, so können die Batterien gewechselt werden.
Da das neue Daumenrad in Kupfer doch sehr auffällig und hässlich ist, kommt ein Kügelchen schwarzes Sugru drauf.
Und damit es wenig auffällt, habe ich hier einen Abdruck des heilen Daumenrades (oben) in das Sugru (unten) gemacht. 24 Stunden später ist das Sugru getrocknet und glänzt. Der nachgefertigte Verschluss fühlt sich fast besser an, als das Original. 🙂

Damit ist auch Kamera #2 vollständig wiederhergestellt.

Lightening up too dark black&white reversal films

Lightening up too dark black&white reversal films

Perhaps others here also know the chronic problem of too-dark b&w reversal films. At least for me, b&w reversal films turn out much more often too dark than too bright. This happens especially in the case of expired films or obscure russian film stock etc., as well as in the case of negligence in development or lack of potassium rhodanide additive.

Often you just have a basic fog (so, bad Dmin) … There are many reasons.

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Simplified Color Processing Forms

Simplified Color Processing Forms

In 1978, so more than 40 years ago, the photochemistry legend Patrick D. Dignan published a highly interesting script with the title
“How to Compound … Simplified Color Processing Formulas.

Unfortunately, this script is extremely hard to find, and the Dignan family has no further copies either.
Darkroom mate Adrian C. from England was so nice and scanned his copy, Filmkorn now makes it available as a searchable PDF download!

The document is very interesting. While it does not list the exact formulas of the original processes, they would be very difficult to recreate. Rather, it offers a variety of simplified and tried-and-tested alternative processes with often startlingly good (or even indistinguishable) results.

The collection includes recipes for alternatives to the C-41, C-22, E-6, E-4, E3, Agfachrome and some paper processes (including a developer for Cibachrome!).

Great reading, and a printout shouldn’t be missing in any ambitious lab. You can learn a lot here.

Cost-effective digitalization of Super 8 frames

Cost-effective digitalization of Super 8 frames

Various special lenses for 35 mm reflex cameras were offered “at the time” to photograph Super 8 individual images.

With these special macro lenses, the format-filling reproduction of Super 8- and/or 16 mm individual images on 35 mm film was possible. The connection is made via T2 thread adapters to the different camera mounts.

The Rondo Copy-Tube-8 is often offered on the internet
With this product from Fuji, Super 8 and 16mm individual images can be photographed using different long extension tubes and interchangeable film masks. Without a mask and with the 16mm extension tube, two Super 8 frames can be photographed including their sprocket holes (“Open Gate”)

I like to use individual images from Super 8 movies for handouts or movie covers. For editing on the computer with the usual image or layout programs, the analog 35 mm negative or slide is of course suboptimal.

However, when using these lenses on digital cameras with interchangeable lens mounts, there is the following problem: Only with expensive cameras with a full-format sensor, which corresponds in size to the 35 mm format, the film frame is completely captured. For all other digital cameras, only a cut-out magnification of the individual film image is possible with these lenses.

Also, these lenses are quite slow and require strong daylight for reasonably short exposure times.

I was therefore looking for a way to digitally photograph film frames or film strips with a sufficient quality for these purposes, or to be able to publish them on the Internet in a quick and easy way.

As a diehard analog photographer and filmmaker, I don’t own a “decent” digital camera. For a double-digit euro amount, I got the camera body of a slightly older digital SLR camera. In my case, this was a Nikon D100 — Nikon because my T2 adapter is intended for Nikon bayonet.

As a reproduction lens, I use a Hama slide duplicator with zoom magnification option, also available cheaply on the Internet. This duplicator was originally intended to make partial enlargements of 35 mm slides or negatives.

 

The slide mount with a matte glass screen is removed because it is in the way when inserting longer film strips.

An old Meopta enlarger serves as a repro tripod. For this, there used to be a special “repro arm” as accessory, which was screwed on instead of the magnifying head and to which the camera is attached.

The repro mount for Meopta enlargers — bought 20 years ago at “Foto Brenner”

 

As a light desk, I use a new but cheap model from “Dörr”.

Due to the magnifying factor of the duplicator together with the crop factor of the digital camera sensor, in theory, approximately format-filling images of Super 8 individual images are now possible.

Theoretically, because my “trial” setup shows a rather noticeable hot spot as of a zoom factor of about 1.6.

So I leave it with photographed film strips with an magnification to up to three Super 8 single images. It is precisely this series of individual frames in connection with the visible film perforation and possibly edge marks that also express the special aesthetics of the small format film in the still image. This representation seems, in a way, “authentic.”

Resolution is sufficient for publication on the Internet or for use for Handouts/Covers. For good enlargements in photo size, this combination of devices is not quite good enough. Here are a few more examples:

 

3D printed Super 8 cartridge opener

3D printed Super 8 cartridge opener

I opened my first cartridge in daylight with a saw…

Everybody developing Super 8 films on their own sooner or later faces the task of opening the Super 8 cartridge to get the film into the development tank. The latter goes with some practice, the Lomo tank and a turntable in less than 30 seconds. When opening cartridges, opinions differ: Some break the ratchet inside the cartridge by a counterclockwise 360° turn and then pull the film out of the cartridge. Others, (to which I belong) open the cartridge and take the film wind out all over, and load it into the Lomo reel.

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The built-in turntable

The built-in turntable

Everyone who works with the Lomo tanks probably knows the problem of film jamming and improper winding, often leading to double layers, which then do not get developed properly.

Using a turntable has been mentioned many times as a valuable help against these problems, since its much more uniform rotation makes it possible to easily load the Lomo reel within a few seconds.

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