Schmalfilmtiteln – professioneller mit heutiger Technik

Filmtitel nach hier beschriebenem Rezept, Makrofoto eines Super 8-Einzelbilds

Handgemalt, mit Magnetbuchstaben gesetzt oder auf Papier mit Rubbelbuchstaben so entstanden Titel und sonstige Texteinblendungen in klassischen Schmalfilm-Zeiten. Dies gehörte zum typischen handgemachten Charme von Amateurfilmen und hat daher nach wie vor seine Berechtigung. Wer jedoch professioneller aussehende Schmalfilm-Titel anstrebt, die von denen in Super 8-Spielfilm-Kopien nicht zu unterscheiden sind, kommt heute mit Hilfe von Computern und Flachbildschirmen relativ einfach zum Ziel. Eine Praxisanleitung.

Nicht nur das unruhige Schriftbild von Magnet- und Rubbelbuchstaben sorgte für Amateurcharme , sondern auch der geringe Schwarzweiß-Kontrast bei auf Papier gesetzten und davon abgefilmten Titeln. Papier besitzt nur einen Bruchteil des Kontrastumfangs von Film, ungefähr 6 gegenüber 12-13 Blenden. Daher sind auch lasergedruckte und abgefilmte Titel nicht optimal: Statt z.B. zu weißer Schrift auf schwarzem Untergrund führen sie zu hellgrauer Schrift auf dunkelgrauem Untergrund, oft mit sichtbaren Papiertexturen.

Bessere Ergebnisse erzielt heute man mit Titeln, die von einem Flachbildschirm mit der Schmalfilmkamera abgefilmt werden. Hier eine Praxisanleitung:

Benötigte Technik

  • Einfachste Konfiguration: Computer mit Flachbildschirm, mindestens HD-Auflösung.
  • Alternativ, und besser: Laptop mit HDMI-Ausgang + FullHD- oder 4K-Flachbild-Fernseher.
  • Schmalfilmkamera mit manueller Belichtung, Einzelbildschaltung über Fernauslöser und (wenn möglich) mit Zoomobjektiv.

Titel setzen

Typografisch beste Ergebnisse erzielt man nicht mit Textverarbeitungsprogrammen wie Word, sondern mit Layoutprogrammen wie z.B. Adobe InDesign und Adobe Illustrator oder dem kostenlosen, für Windows, Mac und Linux erhältlichen Open Source-Programm Scribus. Layoutprogramme beherrschen nämlich mikrotypografische Feinheiten (wie z.B. Unterschneiden zwischen zwei Buchstaben), Textverarbeitungsprogramme in der Regel nicht. Eine ausgezeichnete Einführung in guten Schriftsatz und Gestaltungsregeln der Typografie bietet das Buch Mut zur Typografie von Jürgen Gulbins und Christine Kahrmann. Noch ein Tip: bei der Schrift nicht den aus Typografen-Sicht scheußlichen Helvetica-Abklatsch Arial oder, schlimmer noch, die Schrift Comic Sans verwenden, sondern z.B. Helvetica Neue, Franklin Gothic oder den Open Source-Font Roboto. Oder man verletzt ganz bewusst die Regeln des guten Geschmacks.

Seitenkonfiguration in 'Scribus'
Seitenkonfiguration in Scribus

So geht’s mit Scribus: Beim Programmstart ein Dokument im Querformat mit dem gleichen Seitenverhältnis wie das Filmbild anlegen, wie z.B. 28x21cm für Super 8 (mit seinem Seitenverhältnis von 5.6×4.2mm). Anschließend einen Textrahmen aufziehen, den Titel setzen, und das Dokument als Bild exportieren (über das Menü Datei Exportieren Als Bild speichern). Dabei das qualitätsverlustfreie PNG als Ausgabeformat wählen und die Größe so wählen, dass die vertikale Pixelzahl optimal für den eingesetzten Flachbildschirm ist. Handelt es sich z.B. um einen FullHD-Fernseher, wären es 1080 vertikale Pixel (bzw. 1440×1080 Pixel bei einem Super 8-äquivalenten Bild). Bei 4K-Fernsehern verdoppeln sich diese Zahlen.

In diesem Beispiel gehen wir übrigens von statischen Titeln aus. Bei bewegten Titeln empfiehlt es sich, das Titelmodul eines Videoschnitt- oder Animationsprogramms statt eines Layoutprogramms zu verwenden und Einzelbild-Sequenzen zu exportieren.

Bei konstantem Timing der Titel (z.B.: 3 Sekunden für jede Texttafel) reicht es, ein Bild pro Titel zu exportieren und sich die Zahl der nötigen Einzelbildaufnahmen pro Titel zu merken (z.B.: 54 Bilder bei 18fps). Haben die Titel jeweils ein individuell verschiedenes Timing, lieber die Bilddateien so kopieren, dass sie 1:1 den Einzelbildern im Schmalfilm entsprechen. (Also z.B. die Bilddatei des ersten Titels 54mal hintereinander kopieren; sollte der zweite Titel nur zwei Sekunden angezeigt werden, ihn 36mal kopieren etc., und dabei die beabsichtigte Reihenfolge in den Dateinamen berücksichtigen.)

Bildschirm konfigurieren

Den Bildschirm auf maximale Leuchtkraft und maximalen Kontrast einstellen, und – bei Farbfilmaufnahme – auf eine Farbtemperatur, die dem Filmmaterial entspricht.

Optimal für maximalen Kontrast und Auflösungsreserven auch bei 16mm-Betitelung sind aktuelle 4K-Fernseher mit HDR (‘High Dynamic Range’)-Unterstützung. Aber auch mit herkömmlichen HD-Fernsehern lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Der Bildschirm muss in einem vollständig abgedunkelten Raum stehen.

Computersoftware konfigurieren

Die exportierten PNG-Bilder in richtiger Reihenfolge in einen Ordner legen und mit einem Programm betrachten, das sie im Vollbild ohne Menüs und Texteinblendungen in pixelgenauer 1:1-Ansicht anzeigen kann. Unter Windows ist das z.B. das kostenlose Programm Irfanview, unter MacOS das mitgelieferte Vorschauprogramm, unter Linux der Bildbetrachter geeqie.

Belichtung ermitteln

Richtig zu belichten ist die größte Herausforderung: Denn eine konventionelle Belichtungsmessung einer schwarz-auf-weißen Schrifttafel würde z.B. das Hintergrundweiß als Mittelgrau unterbelichten, und bei einer weiß-auf-schwarzen Tafel den schwarzen Hintergrund überbelichten. Ideal wäre, wenn schwarz unter- und weiß zugleich überbelichtet würde. Das gelingt allerdings nur bei extrem kontrast- und leuchtstarken Flachbildschirmen.

Zum besten Ergebnis kommt man nach meiner Erfahrung mit dem folgenden Trick: mit einer digitalen Kamera, die ein vollmanuelles Belichtungsprogramm besitzt (und ggfs. auch eine Smartphone-Kamera sein kann), eine Belichtungsreihe fotografieren, am Computerbildschirm sichten und die Blende der Schmalfilmkamera gemäß der Blendeneinstellung des besten Digitalbilds einstellen.

Dafür muss die Digitalkamera auf ihr Standard-Bildprofil und JPEG-Aufnahme gesetzt werden, ihre ISO auf denselben Wert wie beim verwendeten Schmalfilm, die Belichtungszeit auf 1/40 bei 18 Bildern pro Sekunde und auf 1/50 bei 24 Bildern pro Sekunde. Bleibt bei Offenblende das Bild zu dunkel, dann ist der eingesetzte Flachbildschirm zu leuchtschwach, beziehungsweise der verwendete Film nicht lichtempfindlich genug. Mit 100- und 160 ASA-Filmen (inklusive Kodak Tri-X) und einem neun Jahre alten HD-Flachbild-Fernseher habe ich in der Praxis jedoch keine Probleme.

Mit der Digitalkamera eine Blendenreihe aufnehmen, die Bilder auf dem Computer sichten und das Foto wählen, bei dem Schwarz noch nicht in Dunkelgrau ausbrennt und Weiß leuchtet. Die bei diesem Foto verwendete Blende auch an der Schmalfilmkamera – natürlich im manuellen Belichtungsmodus – einstellen.

Kamera einrichten

Bei einem 40-50 Zoll großem Flachbildschirm die Kamera ca. 2,50-3 Meter genau parallel vor dem Bildschirm auf einem möglichst schweren Stativ montieren. Den Laptop (oder die Tastatur des PCs) direkt neben der Kamera aufstellen. Die Kamera so auf den Bildschirm kadrieren, dass im Film später keine Ränder sichtbar sind; dabei berücksichtigen, dass der Kamerasucher das Kamerabild nicht vollständig abdeckt. Durch maximales Einzoomen auf ein Testbild auf dem Bildschirm scharfstellen und wieder in den gewünschten Bildausschnitt herauszoomen. Den Raum verdunkeln.

Faustregel: Lieber die Kamera mit größerem Abstand zum Bildschirm positionieren und mit Telebrennweite aufnehmen, als die Kamera dicht am Bildschirm positionieren und weitwinklig drehen.

Super 8-Titel, Makrofoto eines Einzelbilds

Aufnahme

Die Titel in Einzelbildschaltung aufnehmen, statt mit laufender Kamera. (Bei laufender Kamera kommt es unvermeidlich zu Asynchronizität mit den Bildwechseln des Displays, was Geisterbilder-Überblendungen und halb belichtete Filmbilder zur unschönen Folge hat.) Das heißt: am PC oder Laptop per Tastatur das nächste Bild aufrufen, den Einzelbildauslöser der Schmalfilmkamera drücken, wieder am PC/Laptop das folgende Bild aufrufen, den Einzelbildauslöser drücken etc. – es sei denn, alle Titel haben dieselbe Länge und für jedes PC/Laptop-Bild ist eine feste Zahl von Einzelbildauslösungen an der Schmalfilmkamera nötig.

Das Aufnehmen einer Super 8-Kassette nur mit Titeln erfordert daher ungefähr 3500 Einzelbildauslösungen. Mit Drahtauslösern ist das eine zwar körperlich ermüdende, aber machbare Tätigkeit, für die das Resultat entschädigt.

Elmo Album – the luxury “click & whir”. A repair report

Die “Elmo Album” ist eine recht seltene Super 8 Kamera — und das ist schade, denn sie hat einige wirkliche Besonderheiten. Das besonderste (und zugleich heute irrelevanteste) ist wohl, dass sie zur Familie der “Agfa Family” Geräte gehört — ein System, das Elmo ja mitentwickelt hat. Was das bedeutet? Um es mit dem damaligen Werbeträger Karl Dall zu sagen: Die Kamera kann “Click und Surr”, also Filmen und auch Fotos machen. Drückt man die gelbe Taste oben auf der Kamera, wird nur ein Einzelbild belichtet. Des weiteren wir das Einzelbild in Perforationsnähe von einer roten LED markiert. Der Agfa Family Betrachter hält so an diesem Einzelbild für ein paar Sekunden an. Soweit ich weiss, ist die Elmo Album die einzige mit diesem System kompatible Kamera, auf der nicht “Agfa Family” steht.

Eine interessantere Besonderheit ist aber ihre Optik. Das sehr scharfe Fix-Focus-Objektiv (wunderbar falsch und irreführend übersetzt mit “Focus Free”, siehe Bilder) hat nicht nur eine große Lichtstärke von f/1.2, es ist mit seiner Brennweite von 4,6mm auch sehr weitwinklig; nahezu so weitwinklig wie eine Nizo mit montierter UWL. Nur eben viel kleiner, und ausserdem schärfer. Interessant ist, dass der wegklappbare Vorsatz kein Weitwinkelvorsatz, sondern ein Televorsatz ist.

Filmfreund Guy aus Luxemburg lief mit seiner Elmo Album (mit abgebautem Vorsatz, also immer weitwinklig) einige Jahre in Deidesheim über die Börse und dokumentierte das dortige Geschehen. Leider habe ich seine Filme nie gesehen, aber seine Begeisterung für diese kleine Allround-Kamera noch deutlich im Ohr. Trotz Suchauftrag über viele Jahre ist mir bei ebay bis heute nicht eine einzige dieser Kameras begegnet. Auch in Deidesheim habe ich nie eine zum Verkauf gesehen. Nachdem ich diesen Missstand im Forum neulich beklagte, kontaktierte mich ein freundlicher, sammelnder, und leiser Mitforent und bot mir eine Elmo Album zum Kauf an — zu einem ausgesprochenen Freundschaftspreis!

Da beim zum Verkauf angedachten Modell aber die Batteriefachverriegelung fehlte, legte er sogar noch eine zweite, identische Kamera obendrauf — in dieser waren allerdings Batterien ausgelaufen (und steckten auch noch drin), dafür war die Batteriefachverriegelung noch in Takt.

Nach einem temporären Klebeband-Fix und einem erfolgreichen Testeinsatz bei der Filmbörse 2019 in Deidesheim machte ich mich an die Reparatur. Glücklicherweise gelang es mir, beide Kamera wieder voll funktionsfähig zu machen. Hier nun die Dokumentation der erfolgreichen OP!

Genial an der Elmo Album ist der hohle, ergonomische Handgriff, der per Tastendruck komplett verschwindet, indem er sich federgestützt um den Kameraboden legt. Unter ihm liegen die ersten vier Schrauben, die es zu entfernen gilt.
Auf jeder Seite befinden sich zwei dieser Schrauben. Sie sind alle vier identisch.
Voilà, schon lösen sich Handgriff und Batteriefach. Jetzt konnte ich die vier festklemmenden, ausgelaufenen AA-Batterien entfernen und der alkalischen Schmodder entfernen. Ähnlich wie bei den frühen Leicinas, allerdings nicht ganz so dramatisch, ist das Batteriefach der Elmo Album für die heutigen AA-Zellen etwas zu eng. Mit etwas ausprobieren findet man aber Zellen, die gut passen — meine weissen Eneloops machten zum Beispiel keine Probleme.
Vermutlich nicht nötig, aber auch nicht schädlich: Um die Kamera ganz öffnen zu können, habe ich auch den Televorsatz entfernt. Das geht ganz leicht mit einer Schraube, die sich nach wenigen Umdrehungen mit etwas Kraft herausziehen lässt. Wenn man (wie Guy) immer nur Weitwinkel möchte, spart man so Gewicht und hat beim Hantieren keinen abgeklappten Vorsatz im Weg.
Der herausgezogene Stift. Ich habe eine Flachzange verwendet, denn er sitzt recht stramm, damit nichts klappert.
Die nächsten Schrauben verstecken sich unter der Belederung an der Kameraoberseite. Keine Sorge, die lies sich mit einem Spudger aber sehr leicht anheben und entfernen. Der Klebstoff blieb sogar noch klebrig genug, um die Belederung danach einfach wieder aufzubringen.
Vier Schrauben sind zu entfernen…
…und sie will immer noch nicht auseinander. Ebenfalls mit dem Spudger muss noch diese kleine Zierplatte vom Objektiv entfernt werden. Achtung: Möglichst nicht verbiegen.
Man sieht die wenigen Klebepunkte. Ich habe die Platte am Ende mit neuem 3M-Doppelklebeband wieder aufgebracht.
Vier weitere Schrauben werden so freigelegt und sind zu entfernen
Als letztes muss das “ELMO” Schild noch abgeklipst werden, dann lässt sich die Kamera endlich beidseitig öffnen.
Achtung: Die gelbe Taste fällt einem nebst Zierring entgegen. Kein Problem, aber beim Zusammenbau nicht vergessen, sie wieder einzusetzen!
Dies ist die Seite, die und interessiert. Ganz links unten sieht man ein schwarzes Kabel vom Batteriefach kommen. Obwohl es intakt aussah, bestand kein Kontakt mehr zwischen dem Minuspol (Feder) des Batteriefachs und der Platine, die hier damit verbunden ist.
Ein näherer Blick zeigt es: Das schwarze Kabel bestand nur noch aus Isolation. Das Alkali der leeren Batterei hat sich nicht nur durch deren Zinkbecher, sondern auch durch diese Leitung gefressen. Es ist kein Gramm Kupfer übrig geblieben. Wer genau hinsieht, erkennt, dass sogar die Leiterbahn auf der Platine angegriffen ist. Das untere Ende des schwarzen Kabels hat sich beim Hantieren vom Batteriefach gelöst und baumelt in der Luft.
Flugs ein neues Kabel angelötet und verlegt… das ist nicht schwer. Es ist nur etwa 7cm lang.
Das andere Ende wird an die (gründlich gereinigte) Kontaktfeder des Minuspols angelötet. Diese hatte sich zum Glück noch nicht zersetzt. Ggf. wäre sie aber auch recht leicht zu ersetzen.
Das neue Kabel und die wieder eingesetzte Kontaktfeder. Ich habe sie zusätzlich mit einem Krümel Sugru fixiert (hier nicht sichtbar). Das Sugru brauchte ich später eh noch.
Damit war die erste der beiden Kamera wieder vollständig instand gesetzt!
Hier nun das Batteriefach der zweiten Kamera. Bei dieser musste ich nur die ersten vier Schrauben entfernen, da der Schaden am Batteriefach ist. Es fehlt die Sperrnase, die mit einem ((ebenfalls verlorenen) Daumenrad von aussen drehbar wäre. Den Ersatz habe ich aus FR4 Platinenmaterial gesägt, das dieses sehr stabil ist und mit 1,6mm auch genau die richtige Dicke hat.
Hier ebenfalls zu sehen das aus dem gleichen Material gesägte, angehende Daumenrad. Beide Teile sind passgenau doppelt gelocht (0,8mm), da ich zwischen ihnen eine kraftschlüssige Verbindung herstellen muss. Es ist mir dank Nieten nämlich nicht gelungen, den Batteriefachdeckel so zu zerlegen, dass ein Teil im ganzen einsetzbar wäre.
Hier löte ich “zwei Achsen” Draht ein, um die Verschlussnase später drehen zu können.
…und verlötet. Das gelbe Kaptonband hielt den Lötzinn davon ab, an der Nase hochzulaufen — sie wäre sonst zu dich geworden.
Zugegebenermaßen eine wacklige Hilfskonstruktion, aber zur Montage hat es absolut gereicht: Die Verschlussnase ist in den Deckel bereits eingesetzt und fixiert. das zukünftige “Daumenrad” ist aufgelegt, fixiert und wird gleich verlötet. Die überstehenden Drahtenden wurden danach abgeknipst. So ist eine spielfreie, kraftschlüssige Verbindung entstanden.
Der Test: Ausgefahrene Nase, die Klappe ist so verschlossen…
…und nach einem Fimgerdreh ist die Nase zur Seite geklebt, so können die Batterien gewechselt werden.
Da das neue Daumenrad in Kupfer doch sehr auffällig und hässlich ist, kommt ein Kügelchen schwarzes Sugru drauf.
Und damit es wenig auffällt, habe ich hier einen Abdruck des heilen Daumenrades (oben) in das Sugru (unten) gemacht. 24 Stunden später ist das Sugru getrocknet und glänzt. Der nachgefertigte Verschluss fühlt sich fast besser an, als das Original. 🙂

Damit ist auch Kamera #2 vollständig wiederhergestellt.

Lightening up too dark black&white reversal films

Lightening up too dark black&white reversal films

Perhaps others here also know the chronic problem of too-dark b&w reversal films. At least for me, b&w reversal films turn out much more often too dark than too bright. This happens especially in the case of expired films or obscure russian film stock etc., as well as in the case of negligence in development or lack of potassium rhodanide additive.

Often you just have a basic fog (so, bad Dmin) … There are many reasons.

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Simplified Color Processing Forms

Simplified Color Processing Forms

In 1978, so more than 40 years ago, the photochemistry legend Patrick D. Dignan published a highly interesting script with the title
“How to Compound … Simplified Color Processing Formulas.

Unfortunately, this script is extremely hard to find, and the Dignan family has no further copies either.
Darkroom mate Adrian C. from England was so nice and scanned his copy, Filmkorn now makes it available as a searchable PDF download!

The document is very interesting. While it does not list the exact formulas of the original processes, they would be very difficult to recreate. Rather, it offers a variety of simplified and tried-and-tested alternative processes with often startlingly good (or even indistinguishable) results.

The collection includes recipes for alternatives to the C-41, C-22, E-6, E-4, E3, Agfachrome and some paper processes (including a developer for Cibachrome!).

Great reading, and a printout shouldn’t be missing in any ambitious lab. You can learn a lot here.

Making the Agfa Microflex ready for Provie and E100D

Making the Agfa Microflex ready for Provie and E100D

 

For some time now, one of my cameras piling up is a Agfa Microflex 100, which seems to be still working flawlessly. At the very least, test shots with expired, self-developed Moviechrome film have yielded impeccable results.

The Microflex with its metal case is very well made and with its small dimensions an ideal pocket camera to follow you anywhere. I was really eager to use it with up-to-date colour reversal material with 100 ASA sensitivity and daylight sensitization, but the Agfa Microflex 100 is only designed for use with 40 ASA tungsten films – the standard film material at the time:

The film sensitivity is fixed at 40 ASA, a sensor is missing in the cassette compartment for sensitivity detection or even the possibility of manual setting of film sensitivity.

Exposure measurement of the Microflex 100 is not happening through the lens but by an external exposure meter placed above the lens. I took advantage of this circumstance in order to be able to correctly expose 100 ASA films: By using a neutral density filter with a factor of 2 (ND2) in front of the lens, the amount of light entering is reduced by 50%, which corresponds to the use of a film with 50 ASA instead of 100 ASA. This comes close enough to the camera-based sensitivity of 40 ASA to be able to expect correctly exposed shots.

However, the camera lens does not have a filter thread and due to the focus adjustment design, there is also no way to use a snap-on filter.

I helped myself with a 35.5 mm (1.4″) diameter filter, which gets mounted reversed (flipped) on the lens and is fixed with tape, in such a way that the sharpness setting is still possible without hindrance.

A filter with a diameter of 35.5 mm (1.4″) fits on the lens of the Microflex 100 when mounted reversed
The neutral density filter, mounted flipepd, here still without adhesive tape fixation – if the sharpness setting was activated, it would fall down
Fixing the filter with a tape cut out – sharpness markings excluded

Now it was still necessary to outsmart the fixed “artificial light mode” of the camera and to pan out the daylight filter. The Microflex 100 also lacks a switch available for most other cameras. The filter can only be disabled in a cumbersome way if a contact is pressed at the bottom of the tripod thread with a sufficiently long screw. Appropriate screws are available in various versions in the online photo accessories stores.

Warning: The usual tripod filter screws are too short and do not disable the daylight filter reliably!

 

 

 

The three threaded screws to the left of the picture are sufficiently long with about 10 mm screw length each. Right for comparison a usual tripod screw with too short thread.

The first Fuji Provie meanwhile ran amazingly smoothly through this modded Agfa Microflex 100, without the film jamming not uncommon to this film stock. After the development of the film by Frank Bruinsma, it will become clear whether these measures have had the desired effect.

New hoses for the Lomo tank

New hoses for the Lomo tank

The hoses of the Lomo tanks often become brittle over time or have kinks that remain. Unfortunately, the hoses of all Lomo tanks do not have a standard measure, so replacement is often unsatisfactory. Although 0.5″ garden hoses can somehow be made attached to the smaller tanks, those are far too stiff and make a controlled outpouring of chemistry difficult.

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Cost-effective digitalization of Super 8 frames

Cost-effective digitalization of Super 8 frames

Various special lenses for 35 mm reflex cameras were offered “at the time” to photograph Super 8 individual images.

With these special macro lenses, the format-filling reproduction of Super 8- and/or 16 mm individual images on 35 mm film was possible. The connection is made via T2 thread adapters to the different camera mounts.

The Rondo Copy-Tube-8 is often offered on the internet
With this product from Fuji, Super 8 and 16mm individual images can be photographed using different long extension tubes and interchangeable film masks. Without a mask and with the 16mm extension tube, two Super 8 frames can be photographed including their sprocket holes (“Open Gate”)

I like to use individual images from Super 8 movies for handouts or movie covers. For editing on the computer with the usual image or layout programs, the analog 35 mm negative or slide is of course suboptimal.

However, when using these lenses on digital cameras with interchangeable lens mounts, there is the following problem: Only with expensive cameras with a full-format sensor, which corresponds in size to the 35 mm format, the film frame is completely captured. For all other digital cameras, only a cut-out magnification of the individual film image is possible with these lenses.

Also, these lenses are quite slow and require strong daylight for reasonably short exposure times.

I was therefore looking for a way to digitally photograph film frames or film strips with a sufficient quality for these purposes, or to be able to publish them on the Internet in a quick and easy way.

As a diehard analog photographer and filmmaker, I don’t own a “decent” digital camera. For a double-digit euro amount, I got the camera body of a slightly older digital SLR camera. In my case, this was a Nikon D100 — Nikon because my T2 adapter is intended for Nikon bayonet.

As a reproduction lens, I use a Hama slide duplicator with zoom magnification option, also available cheaply on the Internet. This duplicator was originally intended to make partial enlargements of 35 mm slides or negatives.

 

The slide mount with a matte glass screen is removed because it is in the way when inserting longer film strips.

An old Meopta enlarger serves as a repro tripod. For this, there used to be a special “repro arm” as accessory, which was screwed on instead of the magnifying head and to which the camera is attached.

The repro mount for Meopta enlargers — bought 20 years ago at “Foto Brenner”

 

As a light desk, I use a new but cheap model from “Dörr”.

Due to the magnifying factor of the duplicator together with the crop factor of the digital camera sensor, in theory, approximately format-filling images of Super 8 individual images are now possible.

Theoretically, because my “trial” setup shows a rather noticeable hot spot as of a zoom factor of about 1.6.

So I leave it with photographed film strips with an magnification to up to three Super 8 single images. It is precisely this series of individual frames in connection with the visible film perforation and possibly edge marks that also express the special aesthetics of the small format film in the still image. This representation seems, in a way, “authentic.”

Resolution is sufficient for publication on the Internet or for use for Handouts/Covers. For good enlargements in photo size, this combination of devices is not quite good enough. Here are a few more examples:

 


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