Richtige Farbkorrektur bei 16mm Negativfilm

Richtige Farbkorrektur bei 16mm Negativfilm

Wer kennt sie nicht, die flauen, grauen digitalen Scans von analogem Farbnegativmaterial, die man überall im Internet findet? Fälschlicherweise denken Schmalfilm-Anfänger, Kodak Vision 3 müsse so kontrastarm aussehen, weil er meist so vom Scandienstleister als LOG-Scan geliefert wird. Wenn man sich aber einmal eine Wetgate-Positivkopie gegönnt hat, z.B. in Super 8 oder 16 mm von Andec Filmtechnik in Berlin, sieht man, wie schön Negativfilm aussehen kann: beste Kontraste und satte Farben, die für ein unvergessliches Filmerlebnis sorgen.

Doch die Farbkorrektur ist alles andere als einfach. Meist genügt es zwar, den Kontrast deutlich anzuheben und mittels RGB-Regler nachzujustieren. Wie man eine ordentliche Farbkorrektur aber im Profiprogramm DaVinci Resolve durchführt, erklärt anschaulich Filmemacher Brae Hunziker aus Seattle, WA.

Eine schöne Anleitung, wie man heutzutage 16mm-Film auf einer Krasnogorsk3 dreht, hatte er zuvor schon in einem anderen Video gedreht.

2 Kommentare

Florian Cramer Posted on20:45 - 2. Januar 2022

Die Empfehlung des YouTubers sollte man aber mit etwas Vorsicht genießen. Die Umwandlung von Log zu ’normalen‘ Farben geht nämlich auch ohne (Bezahl-) LUT und sogar besser und korrekter mit den Bordmitteln von Davinci Resolve. Man muss nur den Effekt „Color Space Transform“ auf das Filmmaterial anwenden, als Input-Gamma „ARRI LogC“ sowie als Input-Farbraum „Davinci Wide Gamut“ wählen sowie Output-Farbraum „Rec709“ und Output-Gamma „2.4“, Tone Mapping Method „DaVinci“ und die Option „Apply Forward OOTF“ ankreuzen.

Das natürlich immer vorausgesetzt, dass der Dienstleister im (für professionelle Filmscanner üblichen) Cineon-Log-Gamma gescannt hat. Hierzu bräuchte man dessen genauen technischen Angaben.

    Patrick Müller Posted on11:47 - 4. Januar 2022

    Vielen Dank!

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