Wettbewerb der Schmalfilmtage Dresden – ein subjektiver Sehbericht

Wettbewerb der Schmalfilmtage Dresden – ein subjektiver Sehbericht

Den Höhepunkt der 18. Schmalfilmtage in Dresden vom 19. – 21.01.2017 bildete auch dieses Jahr am Samstagabend der Internationale Wettbewerb für Kurzfilme, die auf 8 oder 16 mm breitem Filmmaterial gedreht wurden.

In den beiden Retrospektiven vor dem Wettbewerb liefen ausschliesslich 16mm-Filmkopien. Hier konnte man den Charme der klassischen Filmprojektion mit atmosphärischem Filmkorn und knisternd-sonorem Ton von der Lichttonspur genießen.

Im Wettbewerb dagegen wurden die Beiträge abwechselnd mit Filmprojektor und Beamer vorgeführt.
Von den 13 Filmen im Wettbewerb liefen sieben Stück als digitale Projektion.
Fast ausnahmslos erfolgte bei diesen Filmen Schnitt, Betitelung, Vertonung und die sonstige Post-Produktion im digitalen Work-Flow.
Drei Filme wurden als Super8-Original mit Magnet-Tonspur vorgeführt, ebenfalls drei Filme liefen in 16mm.

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ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

ORWO C 9165 Entwicklung in nachgebauter Chemie

Es begann vor einen anderthalb Jahren als die verrückte Idee hatte die ORWO C 9165 Chemie selbst anzusetzen. Da gab es nur zwei Probleme:

  1. Da das Rezept auf russisch ist musste ich es übersetzen. Hätte ich nur nicht den doofen Microsofttranslator (BING) genommen… Der übersetzt richtig schlecht. Ein paar Monate später versuchte ich den Google-Übersetzter und siehe da, alle Chemienamen wurden richtig geschrieben.
  2. In dem Prozess wird ein Stoff verwendet, der ugs. CD-1 genannt wird. Der richtige Name ist: Diethyl-p-phenylendiaminsulfat. Das schwer zu beschaffen ist. An dem Punkt gab ich auf… Doch dann (Mrz. 2016) bekam ich es doch…

Als die “CD-1-Quelle“ gesichert war, bestellte ich für rund 110€ Rohchemie. Als alles zusammen war, begann ich damit alles anzusetzen. Als dies getan war, belichtete ich einen ORWO Chrom UT 15 und entwickelte diesen. Er kam blank aus der Entwicklung. Aber davon lies ich mich nicht unterkriegen und belichtete 2 Wochen später noch einen UT 15. Der wurde Perfekt. Seit dem habe ich etliche UT 15, Agfachrome, Revuechrome in diesem Prozess entwickelt. Teilweise gut und schlecht.

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Kino in der Tenne

Kino in der Tenne
Das Atelier der beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick
Das Atelier der beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick

Die beiden Regensburger Künstler Alexandra Schick-Ries und Sepp Schick luden am vergangenen Wochenende zu Ihrem mittlerweile traditionellen „Offenen Atelier“.
Am Samstagabend, nach Einbruch der Dunkelheit, zeigte ich im tennenartigen Dachraum des Ateliers Schmalfilme auf Super-8 und 16mm.
Den Anfang machte -auf nachdrücklichen Wunsch der anwesenden Kinder- ein „Piccolo“-Super8-Kopie von Paulchen-Panther-Trickfilmen.

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Cine 8-16 – Ausgabe 30 ist da

Cine 8-16 – Ausgabe 30 ist da

Cine_8-16_no_030

Es gibt immer noch eine Zeitschrift, die regelmäßig erscheint und sich rund um den Schmalfilm dreht: Die Cine 8-16. Ein Abo lohnt sich in jedem Fall und kostet nur €39.-! Dazu einfach das Bestellformular ausfüllen und einsenden. Auch die meisten Einzelhefte der Vergangenheit sind noch verfügbar und zeitlos lesenswert!


Aus dem Inhalt:

  • Cineworld: Neues aus der Schmalfilm-, Hobby- & Kinowelt
  • Logma[r]nia in Deidesheim: – Die zweite Filmbörse stand ganz im Zeichen der neuen Super-8-Kamera von Logmar
  • Aus gegebenem Anlass – Ronald Vedrilla über Belichtungsarten bei Super-8-S/W-Filmen
  • Plastilin-Monster auf Super-8 – Terry Lagler hat seine SciFi-Kino-Idole mit der S8-Kamera zum Leben erweckt
  • Monster, Mumien, Perry Rhodan: Für den Filmemacher und Regisseur Sven Knüppel begann alles mit Super-8
  • Wanderkino im Elsass: Eberhard Nuffer hat eine 35mm-Oase inmitten der digitalen Kinolandschaft entdeckt
  • Klassiker in neuem Glanz: Über eine Filmrestauration der aufwändigen Art berichtet Uwe-Manfred Klein
  • Alles ist gut! Joachim Polzer, Filmemacher, Verleger, Festival-Kurator und Mitbegründer der größten Online-Filmdatenbank IMDB, realisierte sein Erstlingswerk auf Super-16
  • Es werde Licht: 150-Watt-Turbo für S8-Filmprojektoren – Friedemann Wachsmuth hat seinen Noris-Projektor auf höhere Bildausleuchtung umgerüstet
  • Calella 2014: Die weltweite 9,5mm-Fangemeinde traf sich bei ihrem Jahresmeeting u.a. am malerischen Wirkungsort des Malers Salvador Dalí
  • Heurtier? Wie war nochmal der Name? Michael Ritter über die Geschichte und Projektorenmodelle des französischen Filmgeräte-Herstellers
  • Filmreport S8 / 16mm, u.a.: Spielfilm-News aus Deutschland, VistaVision-Werbespot, Pathé-News 1962, neue 007-Pretitle-Sequenz
  • S8-Spielfilm-Retro: “Lassie – Held auf 4 Pfoten” (Courage Of Lassie; USA 1946), “Hüter des magischen Schwertes” (Hawk The Slayer; GB 1980), Laurel & Hardy in “Two Tars” (USA 1928)
  • 16mm-Retro: „Cheeck & Chong: Jetzt raucht gar nichts mehr“ (Still Smoking, USA 1983)
  • plus Veranstaltungshinweise, kostenloser Kleinanzeigenmarkt uvm.

„Cine 8-16“ ist trotz professioneller Aufmachung (DIN A4, farbiger Offset-Druck, Hochglanzpapier) keine kommerzielle Publikation, sondern erscheint als Informationszeitschrift der Arbeitsgemeinschaft Amateurfilm & Kino sowie der Arbeits- und Interessengemeinschaft Celluloidfilm und wird zum Selbstkostenpreis abgegeben. Alle Mitwirkenden und Autoren arbeiten unentgeltlich im Dienste des Hobbys um den perforierten Film. Kontaktadressen finden Sie auf unserer Webseite www.celluloidfilm.de